Ferrari Aktie
WKN DE: A2ACKK / ISIN: NL0011585146
| Optimismus |
10.02.2026 17:03:38
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Ferrari-Aktie mit Kurssprung: Quartalsergebnis besser als erwartet
Der Ausblick sei im Ganzen besser als teilweise von Investoren und ihm selbst befürchtet, schrieb Analyst James Grzinic von der US-Investmentbank Jefferies. Sowohl das vierte Quartal als auch der Ausblick hätten die Erwartungen übertroffen, schrieb Tom Narayan von der kanadischen Bank RBC.
Mit einem Börsenwert von gut 55 Milliarden Euro ist Ferrari trotz der Kursschwäche der vergangenen Monate immer noch etwas mehr wert als BMW, Mercedes oder Volkswagen. Die Porsche AG nach ihrem Absturz haben die Italiener deutlich hinter sich gelassen.
Dabei baut Ferrari nur einen Bruchteil der Autos der deutschen Konzerne. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 13.640 ausgelieferte Wagen, 112 weniger als ein Jahr zuvor. Allerdings ist die Profitabilität von Ferrari in der Branche weit überdurchschnittlich - von 100 Euro Umsatz bleiben vor Zinsen und Steuern fast 30 Euro Gewinn. Zum Vergleich: Alle deutschen Konzerne liegen aktuell im einstelligen Prozentbereich oder kratzen wie der kriselnde Porsche-Konzern derzeit sogar an der Gewinnschwelle. Ferrari wird von Investoren ohnehin eher als Wette auf Luxusgüter eingestuft als ein Autobauer.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg im vierten Quartal um 9 Prozent auf 700 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt nur mit 662 Millionen gerechnet. Auch im laufenden Jahr dürfte der Schwung anhalten. Dann sollen es im Gesamtjahr mindestens 2,93 Milliarden operatives Ergebnis sein. Das wäre ein Plus von fast sechs Prozent und auch etwas mehr als die durchschnittliche Schätzung von Fachleuten. Die entsprechende Marge soll im Vergleich zum auf 38,8 Prozent gestiegenen Vorjahreswert noch etwas zulegen und mindestens 39 Prozent erreichen.
Der Umsatz stieg im vierten Quartal um 4 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, obwohl Ferrari wegen Rückgängen in Amerika und China mit 3.152 Autos 173 Fahrzeuge weniger auslieferte als ein Jahr zuvor. Zwar nahm der Konzern auch mit den verkauften Autos mehr ein, vor allem aber gaben höhere Sponsoreneinnahmen und ein besseres Abschneiden des Formel-1-Rennsportteams Schub. Unter dem Strich lag der Gewinn allerdings mit 381 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahr wegen höherer Steuern und eines verschlechterten Finanzergebnisses.
Neue Modelle würden in diesem Jahr wohl dafür sorgen, dass der Anteil der Verkäufe in den USA noch etwas sinke, sagte Vigna in einer Videokonferenz mit Journalisten. Bei neuen Modellen tendiere der Autobauer dazu, zunächst viele Wagen näher an der Heimat auszuliefern. Im vergangenen Jahr stand die Region Amerika für rund 29 Prozent des Absatzes. Europa ist mit fast der Hälfte die mit Abstand wichtigste Region.
In China sieht Vigna Besserung. In den vergangenen Jahren habe der Konzern vor allem sehr teure 12-Zylinder im Programm gehabt. Nun kämen Autos heraus, die eher dem chinesischen Bedarf entsprächen. Auf dem chinesischen Festland, in Hongkong und Taiwan verkaufte Ferrari vergangenes Jahr nur rund 7 Prozent seiner Fahrzeuge.
Ferrari im EuroStoxx nach Zahlen in der Pole-Position
Ferrari hat mit seinen Quartalszahlen am Dienstag den Markt überzeugt. Mit in der Spitze mehr als 313 Euro erreichten die Aktien der italienischen Sportauto-Schmiede den höchsten Kurs seit Mitte Januar und könnten nun den seit Anfang Oktober laufenden Abwärtstrend brechen. Zuletzt gewannen sie 9,4 Prozent auf gut 308 Euro. Im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 bedeutete das Platz eins.
Ferrari erwirtschaftete im Schlussquartal deutlich mehr Gewinn als gedacht. Im neuen Jahr erwartet Chef Benedetto eine ähnlich profitable Entwicklung. Das vierte Quartal sei höchst ermutigend verlaufen, schrieb Stephen Reitman von Bernstein Research in einer ersten Einschätzung. Auch der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 sei stark. Damit würden die pessimistischen Marktgerüchte Lügen gestraft.
/men/err/jha/
MARANELLO (dpa-AFX)
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