Prognose bekräftigt 11.07.2019 17:53:00

Fielmann-Aktien geben trotz Gewinn- und Umsatzplus deutlich ab

Fielmann-Aktien geben trotz Gewinn- und Umsatzplus deutlich ab

Allerdings wuchs in den Monaten April bis Juni im Gegensatz zum ersten Quartal der Gewinn langsamer als der Umsatz. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte Deutschlands größte Optik-Einzelhandelskette Fielmann, ebenso die geplanten Investitionen in diesem und nächsten Jahr sowie das für 2025 angepeilte Ziel beim Außenumsatz.

Nach vorläufigen Zahlen steigerte der Hamburger MDAX-Konzern im Zeitraum April bis Juni den Gewinn vor Steuern um 5,5 Prozent auf 58 Millionen Euro von 55 Millionen im Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg 6,0 Prozent auf 384 Millionen Euro von zuvor 362 Millionen.

Im Halbjahr ergab sich damit ein Vorsteuergewinn von 125 Millionen Euro, ein Plus von 7,6 Prozent zum Vorjahreswert von 116 Millionen. Der Umsatz stieg um 6,3 Prozent auf 756 Millionen Euro.

Fielmann erzielt das Gros seines Umsatzes mit Brillen, Hörgeräten und Kontaktlinsen. 2018 verkaufte Fielmann 8,15 Millionen Brillen, nach 8,11 Millionen im Vorjahr.

Fielmann-Aktie im Minus

Ihr neues Jahreshoch von 69,20 Euro nach vorläufigen Quartalszahlen haben Fielmann-Aktien am Donnerstag nicht lange gehalten. Zum Handelsschluss lagen die Papiere des Brillenhändlers am Tag der Hauptversammlung sogar mit 4,23 Prozent im Minus bei 65,70 Euro und damit am MDAX-Ende. Nach 28 Prozent Plus für 2019 hatten die Anleger Gewinne gesichert.

Analyst Thomas Maul von der DZ Bank hatte das Quartalswachstum in einer ersten Reaktion als überraschend stark, das Vorsteuerergebnis aber als etwas enttäuschend bezeichnet. Maul erinnerte zudem an die im historischen Vergleich hohe Bewertung und das damit ungünstige Chance/Risiko-Verhältnis der Papiere. Er hält einen Wert von 52 Euro für fair.

Fielmann peilt bis 2025 Umsatz-und Gewinnsprung an

Fielmann will bis 2025 mithilfe von gezielten Investitionen in Digitalisierung, Expansion im In- und Ausland, Kostensenkungen und Ausbau des Bereichs Hörakustik seine Ambitionen für Gewinn und Umsatz erreichen. Damit 2025 sowohl der Vorsteuergewinn als auch der Umsatz wie geplant um 39 Prozent höher liegen als 2018, nimmt Deutschlands größte Optik-Einzelhandelskette in diesem und dem kommenden Jahr insgesamt mehr als 200 Millionen Euro in die Hand und 2019 einen stagnierenden Gewinn in Kauf.

"In Zukunft wollen wir mit unserer Vision 2025 unser Wachstumstempo wieder deutlich erhöhen", sagte Fielmann-CEO Marc Fielmann den Aktionären auf der diesjährigen Hauptversammlung.

2019 allerdings werden Vorlaufkosten das Ergebnis auch noch im zweiten Halbjahr belasten, so dass der Vorsteuergewinn auf Höhe der 251 Millionen Euro des Vorjahres erwartet werde, bekräftigte Fielmann. Der Umsatz soll um mehr als 4 Prozent steigen, der Absatz um mehr als 2 Prozent.

2025 dann will der Hamburger MDAX-Konzern einen Vorsteuergewinn von 350 Millionen Euro erreichen, 39 Prozent mehr als die 251 Millionen von 2018. Der Außenumsatz soll 2,3 Milliarden Euro betragen, ein Plus von gut 39 Prozent im Vergleich zu den 1,65 Milliarden 2018. Im Jahr 2025 will Fielmann 12 Millionen Brillen verkaufen, eine signifikante Steigerung verglichen mit den 8,15 Millionen vom vergangenen Jahr. Die Ziele sollen bei einer Vorsteuerrendite von mindestens 16 Prozent erreicht werden.

Mittelfristig strebe der Konzern ein durchschnittliches Wachstum von 5 Prozent jährlich bei Absatz, Umsatz und Gewinn an.

Außerhalb von Deutschland will Fielmann bis 2025 Marktführer unter anderem in Italien und Polen werden, wo Fielmann bereits eigene Niederlassungen betreibt. Bis 2025 sollen fünf neue Märkte in Kontinentaleuropa dazukommen, sowohl über Fielmann-Niederlassungen als auch über Akquisitionen.

Online soll bei Fielmann künftig nicht nur die Terminvereinbarung möglich sein, sondern auch mittelfristig die 3D-Anprobe von Brillen, die 3D-Anpassung des Brillenglases und der Online-Sehtest, so Fielmann. Da hinein geht ein Großteil der derzeitigen Investitionen in Digitalisierung.

Potenzial sieht Fielmann auch bei der Senkung der Mietkosten sowie der Verbesserung des Produktportfolios und der Wertschöpfungskette. Darüber hinaus könnten in den Zentralbereichen Effizienzgewinne durch Absatzsteigerungen im Geschäftsfeld Hörakustik sowie die Digitalisierung des Direktmarketings erzielt werden, so Fielmann.

FRANKFURT (Dow Jones) / (dpa-AFX Broker)

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