22.10.2014 15:03:00

Heimische Möbelindustrie leidet unter Produktions- und Exportrückgang

Die Nachfrage nach Möbeln ist im ersten Halbjahr rückläufig gewesen. Die heimische Möbelindustrie verzeichnete bei der Produktion ein Minus von 6,9 Prozent auf knapp 830 Millionen Euro. Die Exporte sanken um 3,4 Prozent, die Importe von Möbeln aus dem Ausland um 4,2 Prozent. "Momentan läuft das Geschäft wieder deutlich besser", so Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie.

Zur Österreichischen Möbelindustrie zählen 47 Betriebe mit rund 6.700 Mitarbeitern, hieß es in einer Aussendung am Mittwoch. Prozentuell gab es das größte Minus (-25,5 Prozent) bei den Ladenmöbeln. Auf die Sparte Wohnmöbel entfiel mit einem Minus von 31,6 Mio. Euro (-8,1 Prozent) mehr als die Hälfte des gesamten Produktionsrückgangs. Demgegenüber behaupteten sich die Küchenmöbel (+2,8 Prozent), Matratzen (+3,4 Prozent) und Sitzmöbel (+0,4 Prozent).

Bei den Exporten gab es mit Ausnahme der Küchenhersteller (+9,4 Prozent) und Matratzen/Sprungrahmen (+14,9 Prozent) bei allen Sparten Rückgänge.

"Bei den Importen ausländischer Möbel gab es stärkere Rückgänge bei den hochwertigeren Möbeln als bei den günstigeren", sagte Emprechtinger, der auch Geschäftsführer des oberösterreichischen Naturholzmöbel-Herstellers Team 7 ist, am Mittwoch zur APA. Sichtbar sei dies bei den starken Importrückgängen von Deutschland (-7,9 Prozent) und Italien (-6,6 Prozent), während Importe aus Asien (China +2,2 Prozent) und Osteuropa (Polen +0,8 Prozent, Rumänien +23,5 Prozent) gestiegen sind. "Das bedeutet, dass die hochwertigen Möbel unter Druck geraten."

Emprechtinger erwartet, dass die zweite Jahreshälfte deutlich besser verläuft. Eine Prognose wollt er aber "lieber nicht wagen". Im Möbelhandel gebe es aktuell von den Konsumenten eine deutlich bessere Nachfrage als im 1. Halbjahr.

(Schluss) sab/phs

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