18.03.2020 13:45:45

Hella verzeichnet in 9 Monaten Gewinneinbruch - Sparprogramm aufgesetzt

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Autozulieferer Hella hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 angesichts des widrigen Branchenumfelds einen spürbaren Gewinnrückgang verzeichnet. Während der Umsatz um 3,7 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro sank, sackte das bereinigte EBIT um gut ein Zehntel auf 347 Millionen Euro ab. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, verringerte sich die operative Marge entsprechend auf 7,2 nach 8,2 Prozent. Fortschritte erzielte Hella aber beim bereinigten freien Cashflow, der auf 191 Millionen von 169 Millionen Euro stieg.

Das Unternehmen habe bereits zum Ende des dritten Quartals, das Ende Februar endete, eine deutlich nachlassende Nachfrage der Autohersteller verzeichnet, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Corona-Krise habe die Lage nun aber verschärft. Deswegen habe das Unternehmen weitere Maßnahmen für Kostensenkungen aufgesetzt. Erwogen werde auch die vorübergehende Schließung eigener Produktionsstätten, wie das Unternehmen aus Lippstadt weiter mitteilte.

Die eigenen Ziele zu Umsatz und Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 würden voraussichtlich nicht erreicht: Der Umsatz werde wegen der Pandemie unterhalb der prognostizierten Bandbreite von rund 6,5 bis 7,0 Milliarden Euro liegen. Genauer lasse sich das momentan nicht beziffern. Voraussichtlich werde auch die bereinigte EBIT-Marge die Zielgröße von 6,5 bis 7,5 Prozent deutlich unterschreiten. Das Geschäftsjahr von Hella endet am 31. Mai.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/kla/cbr

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March 18, 2020 08:46 ET (12:46 GMT)