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Abstriche 29.04.2019 17:50:00

Hohe Personal- und Materialkosten drücken bei KRONES auf den Gewinn - Aktien tiefer

Hohe Personal- und Materialkosten drücken bei KRONES auf den Gewinn - Aktien tiefer

Das Ergebnis vor Steuern sei im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8,4 Prozent auf 51,5 Millionen Euro gefallen, teilte das Unternehmen am Montag in Neutraubling mit.

Neben Tariferhöhungen und dem Ausbau der Belegschaft sei der Aufbau des Werks in Ungarn mitverantwortlich für den überproportional gestiegenen Personalaufwand, erläuterte der Vorstand den Gewinnrückgang. Unter dem Strich blieben mit 36,3 Millionen Euro rund 6 Prozent weniger Gewinn übrig als ein Jahr zuvor.

Dabei hatte KRONES den Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres sogar steigern können. Die Erlöse legten um gut 10 Prozent auf 983,5 Millionen Euro zu. Bereinigt um Zukäufe und Währungseffekte betrug das Wachstum 5,9 Prozent. Der Auftragseingang zog um fünf Prozent auf 1,04 Milliarden Euro an.

Für 2019 rechnet der Hersteller von Anlagen und Maschinen für Brauereien, Molkereien sowie Saft- und weitere Getränkeproduzenten weiter mit einem Umsatzwachstum von rund drei Prozent. Von den Erlösen sollen rund sechs Prozent als Vorsteuergewinn beim Unternehmen hängenbleiben.

Die Aktien von KRONES haben am Montag letztlich unter enttäuschenden Geschäftszahlen gelitten und damit ihre Rally seit Ende Februar abrupt gestoppt. Die Papiere des Abfüll- und Verpackungsanlagenherstellers waren zunächst kurz ins Plus gedreht, bevor sie schnell unter Druck gerieten und zum Schluss unter den schwächsten Werten im Nebenwerte-Index SDAX 6,94 Prozent auf 81,10 Euro verloren. Seit Jahresbeginn hat sie aber gut ein Viertel an Wert gewonnen. Die Baader Bank hat die Einstufung für KRONES nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 85 Euro belassen. Das erste Quartal sei geprägt von positiven Auftragseingängen und einem überraschend starken Umsatzwachstum, schrieb Analyst Peter Rothenaicher in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Profitabilität des Herstellers von Getränkeabfüllanlagen bleibe aber - wie zuvor schon angedeutet - relativ schwach. Auch nach der jüngsten Kurserholung halte er die Aktie angesichts der langfristigen Wachstumsperspektiven immer noch für attraktiv bewertet. Der Experte Carlos Becke von der Privatbank Hauck & Aufhäuser bleibt angesichts der gesenkten Mittelfristziele vorsichtig.

tih/la/elm/stw/jha/

NEUTRAUBLING/MÜNCHEN(dpa-AFX)

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Bildquelle: Krones

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