05.11.2019 15:45:43

Hugo Boss strebt nun "mittelfristig" 15% EBIT-Marge an

Von Barbara Millner

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Modekonzern Hugo Boss rückt von seinem vor einem Jahr in Aussicht gestellten Zeitplan für das Erreichen einer EBIT-Marge von 15 Prozent ab. Die seinerzeit für 2022 angestrebte Marge bezeichnete CEO Mark Langer am Dienstag in einer Telefonkonferenz zu den Drittquartalszahlen als Mittelfristziel. Näher auf den neuen Zeitplan eingehen will das Management des im MDAX notierten Unternehmens auf dem nächsten Kapitalmarkttag. Dieser werde wohl eher in der ersten Hälfte 2020 stattfinden, hieß es. Neue Maßnahmen zum Erreichen der im November 2018 ausgegebenen Ziele seien nicht geplant.

Eine Einschätzung für das kommende Jahr wollte das Management nicht abgeben. Diese würde mit Vorlage der Zahlen 2019 im März veröffentlicht.

Entscheidend für die weitere Entwicklung bei Hugo Boss sei das Geschäft in den USA, räumte Langer ein. Mit der finanziellen Entwicklung in diesem Markt sei man "absolut nicht glücklich". Das schwierige Marktumfeld in Nordamerika hat das Unternehmen im dritten Quartal belastet.

Besserung ist nicht in Sicht. Finanzvorstand Yves Müller stellte für 2019 einen Umsatzrückgang in der Region Americas im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereicht in Aussicht. In Europa sollen die Einnahmen mit einer geringen bis mittleren einstelligen Rate wachsen, in Asien/Pazifik mit dem Treiber Festlandchina mit einer mittleren einstelligen Rate.

Die Prognose für 2019 hatte Hugo Boss im Oktober gesenkt. Geplant wird mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich und mit einem EBIT von 330 bis 340 Millionen Euro.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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November 05, 2019 09:45 ET (14:45 GMT)