26.11.2014 12:16:00

Hypo-Balkanbankenverkauf - EBRD will 20 Prozent nehmen

Für Mittwochmittag wird aus dem Aufsichtsrat der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) der Beschluss zum Einstieg bei den Hypo-Alpe-Adria-Balkanbanken erwartet. Auf ihrer Internetseite hat die EBRD unmittelbar vor dem Beschluss eine Ankündigung veröffentlicht: Geplant ist der Erwerb von 20 Prozent der Hypo-Südosteuropaholding, die jetzt "Hypo Group Alpe Adria AG" heißt.

80 Prozent übernimmt der US-Fonds Advent. Die Balkanholding hängt zur Zeit noch an der staatlichen österreichischen Banken-ÖIAG Fimbag. Unterhalb der Holding sind die operativen Banken und Leasingfirmen in Kroatien, Serbien, Slowenien, Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina angesiedelt.

Die EBRD soll Minderheitsaktionärin an der Balkanbankenholding werden, sie ist Konsortialpartnerin des US-Fonds Advent. Die Käufer standen in den letzten Tagen noch in finalen Gesprächen um letzte Details. Aus dem der Absegnung harrenden EBRD-Investmentplan von heute geht weiter hervor, dass der Erwerb der Aktien an der Balkanbankenholding über ein für diesen Kauf installiertes Beteiligungsvehikel in Luxemburg erfolgen soll.

Die EBRD wird sich den Kapitaleinstieg bis zu 50 Mio. Euro kosten lassen. Das bedeutet, dass es sich von Advent/EBRD in Summe um ein Kapitalinvestment von bis zu 250 Mio. Euro handelt.

Bisher war - gestaffelt - von einem Cash-Kaufpreis von 200 Mio. Euro die Rede gewesen. Unter dem Strich wird wegen zahlreicher Bedingungen und Absicherungen im Kaufvertrag für die Republik Österreich aber ein deutlich negativer Kaufpreis überbleiben, heißt es in informierten Kreisen.

Aus München, von der ehemaligen Hypo-Mutter BayernLB, steht unterdessen immer noch die Zustimmung zum Verkauf der Südosteuropabanken an Advent/EBRD aus. Im Zuge ihrer Rahmenkreditverträge vor der Hypo-Notverstaatlichung hatten die Bayern Vetorechte zugestanden bekommen.

(Schluss) rf/tsk

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