13.10.2014 11:49:00

IFM streicht langfristige Perspektive von Flughafen Wien heraus

Der australische Pensionsfonds IFM Investors will mindestens 20 und höchstens 29,9 Prozent am Flughafen Wien erwerben und damit eine langfristige Strategie umsetzen. "Wir sind keine Heuschrecke" betonte Investment Director Werner Kerschl am Montag in Wien. Ziel seien die langfristige Unternehmensentwicklung und Wertsteigerungen.

Das formale Angebot erfolgt, sobald dafür von der Übernahmekommission Grünes Licht erteilt wurde, "hoffentlich so bald wie möglich". Kerschl geht davon aus, dass IFM den Großteil der Anteile aus dem Streubesitz erhält. Mit dem britischen Fonds Silchester International Investors, der derzeit gut zehn Prozent am Flughafen Wien hält, hat es im Vorfeld Gespräche gegeben, ebenso wie mit dem Flughafen-Vorstand. Ob der britische Fonds Anteile verkaufen will, wollte Kerschl nicht beantworten. Gegenüber der APA war Silchester zu keiner Stellungnahme bereit.

An der 50-prozentigen gemeinsamen Beteiligung der Länder Wien und Niederösterreich sowie der Mitarbeiter wird sich nichts ändern, erwartet Kerschl. Auch strebe man nicht an, Vorstände oder Aufsichtsräte zu nominieren, als Minderheitsaktionär habe man dazu auch nicht das Recht. Vielmehr wolle IFM mit seiner Erfahrung "unterstützen und helfen".

Interesse am Flughafen Wien habe IFM, der bisher weltweit zehn Mrd. Euro investiert hat, unter anderem in 13 Flughäfen, weil es ein "sehr gut geführtes und attraktives Unternehmen" sei. Auch sei der Standort in einer Region die weiter Wachstum verspricht interessant. Es gebe keinen besonderen Grund, gerade jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen, es sei aber unter anderem auch positiv, dass bei der AUA, dem größten Kunden des Flughafens, ein Kompromiss zum Kollektivvertrag gefunden wurde.

Wenn tatsächlich nur Aktien aus dem Streubesitz angedient werden, könnte es dazu kommen, dass weniger als zehn Prozent im Streubesitz verbleiben, räumte Kerschl ein. Wie viele Aktien IFM übernimmt, hänge vom Angebot ab, bei weniger als 20 Prozent werde man aber vom Angebot zurücktreten.

"Grundsätzlich" kann sich Kerschl auch andere Investitionen in Österreich vorstellen, konkrete Projekte gebe es aber nicht. Auch sonst gebe es in Europa keine konkreten anderen Projekte.

(Schluss) tsk/ggr

ISIN AT0000911805 WEB http://www.viennaairport.com

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