+++ Jetzt mehr über Kryptowährungen erfahren und direkt mit dem Handel beginnen** +++-w-
Strategie 2020-22 10.06.2020 18:09:54

Inditex rutscht wegen Corona in rote Zahlen - Aktie steigt dennoch

Inditex rutscht wegen Corona in rote Zahlen - Aktie steigt dennoch

Aufwendungen zur Optimierung des Laden-Portfolios verschärften den Verlust der spanischen Textilhandelskette mit Marken wie Zara, Pull&Bear, Massimo Dutti und Bershka.

Inditex wird der Hauptversammlung eine Stammdividende von 0,35 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2019 vorschlagen, die am 2. November ausgeschüttet werden soll. Der Konzern will an einer Ausschüttung von Stammdividende sowie Bonusdividenden festhalten. Die restlichen Bonusdividenden für die Kalenderjahre 2020 und 2021 von 0,78 Euro je Aktie sollen ein Jahr später ausbezahlt werden, also 2021 und 2022.

Mit den Zahlen zum ersten Quartal kündigte die Inditex SA auch eine Strategie 2020 bis 2022 an. Bis 2022 soll der Online-Anteil am Umsatz auf mehr als 25 Prozent steigen, der Konzern will im Zeitraum 2020 bis 2022 etwa 900 Millionen Euro pro Jahr investieren, davon sollen in Digitalisierung im Dreijahreszeitraum insgesamt 1 Milliarde Euro fließen. Langfristig strebt Inditex damit jährliches Umsatzwachstum von 4 bis 6 Prozent auf vergleichbarer Fläche an.

Im ersten Geschäftsquartal, das den Zeitraum Februar bis April umfasst, betrug der Nettoverlust 409 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 734 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Darin enthalten ist eine Belastung von 308 Millionen Euro für die Optimierung des Ladenportfolios. Bereinigt um diese Aufwendungen betrug der Nettoverlust 175 Millionen Euro.

Operativ betrug der Verlust (EBIT-Verlust) 508 Millionen Euro, nach einem operativen Gewinn von 980 Millionen ein Jahr zuvor.

Der Umsatz sank auf 3,3 Milliarden Euro von 5,9 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Der Online-Umsatz stieg um 50 Prozent im Quartal, im April betrug das Plus 95 Prozent.

Während coronabedingt im Mai die Umsätze in den Geschäften sowie online währungsbereinigt um 51 Prozent zurückgingen, fielen die Rückgänge Anfang Juni geringer aus. Inditex erwartet, dass Ende Juni die meisten Schlüsselmärkte wieder offen sind.

Inditex will bis Ende 2021 bis zu 1.200 Läden schließen

Inditex will im Rahmen der Restrukturierung seines Laden-Portfolios in diesem und dem kommenden Jahr bis zu 1.200 Geschäfte schließen. Angepeilt ist die Schließung von 1.000 bis 1.200 Geschäften bzw. 13 bis 16 Prozent, teilte die spanische Textilhandelskette mit Marken wie Zara, Pull&Bear, Massimo Dutti und Bershka im Rahmen ihrer Strategie 2020-2022 mit. Pro Jahr sollen 500 bis 600 Läden aufgegeben werden, besonders diejenigen, die in enger Nachbarschaft zu anderen Geschäften liegen und wo die Umsätze online aufgefangen werden können.

Für die Optimierung des Ladenportfolios hat die Inditex SA im ersten Geschäftsquartal Aufwendungen von 308 Millionen Euro verbucht. Die Strategie 2020-2022 soll insgesamt den Fokus auf Digitalisierung, die Integration von Läden und Online sowie Nachhaltigkeit legen.

In Madrid stieg die Inditex-Aktie um 1,91 Prozent auf 26,17 Euro.

FRANKFURT (Dow Jones)

Weitere Links:


Bildquelle: MIGUEL RIOPA/AFP/Getty Images