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Chips für Apple-Geräte 08.05.2026 23:17:00

Intel setzt Rekordrally fort - Apple als möglicher Großkunde

Intel setzt Rekordrally fort - Apple als möglicher Großkunde

Die Papiere des Halbleiterkonzerns Intel stiegen bist auf einen Höchststand von 130,57 US-Dollar. Zuletzt notierten sie 13,96 Prozent im Plus bei 124,92 Dollar und bauten damit ihre Gewinnsträhne seit Ende März auf 210 Prozent aus. Für das laufende Jahr steht ein Kursanstieg von 240 Prozent zu Buche.

Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider berichtet, haben Intel und Apple eine vorläufige Vereinbarung getroffen, wonach Intel einen Teil der Chips herstellen soll, die in Apple-Geräten zum Einsatz kommen. Intensive Gespräche zwischen den beiden Unternehmen liefen bereits seit über einem Jahr. In den vergangenen Monaten sei eine formelle Vereinbarung ausgearbeitet worden, so die Zeitung.

Bereits am Dienstag hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über Gespräche des iPhone-Herstellers mit dem US-Halbleiterkonzern und mit Samsung berichtet. Ziel von Apple sei es, die Abhängigkeit vom taiwanesischen Zulieferer Taiwan Semiconductor Manufacturing zu verringern und Lieferengpässe abzufedern, hieß es damals.

Intel ist einer der großen Profiteure der boomenden Halbleiter-Nachfrage im Zuge des massiven Ausbaus von Rechenzentren-Kapazitäten im Bereich Künstliche Intelligenz (KI).

Einschätzung für Anleger

Die potenzielle Kooperation mit Apple markiert einen strategischen Wendepunkt für Intel und rechtfertigt die jüngste Kursrallye aus Sicht vieler Marktteilnehmer. Durch den Einstieg in die Fertigung für Apple - einen der anspruchsvollsten Chip-Kunden weltweit - beweist Intel, dass die technologische Aufholjagd im Foundry-Geschäft Früchte trägt. Für Anleger bedeutet dies eine massive Diversifizierung des Geschäftsmodells: Intel ist nicht mehr nur vom eigenen Prozessordesign abhängig, sondern etabliert sich als ernstzunehmende westliche Alternative zum Branchenprimus TSMC. Trotz des beeindruckenden Kurszuwachses von 240 Prozent im laufenden Jahr sollten Investoren jedoch die hohe Volatilität und den enormen Kapitalbedarf für den Fabrikausbau im Blick behalten. Die Aktie ist nun kein klassischer Turnaround-Kandidat mehr, sondern eine Wachstumswette auf die neue Souveränität der westlichen Halbleiterproduktion.

Claudia Stephan, Redaktion finanzen.at mit Material von dpa-AFX

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Bildquelle: Ken Wolter / Shutterstock.com,Lyao / Shutterstock.com,Gil C / Shutterstock.com

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