OpenAI Aktie
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15.03.2026 16:43:00
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KI-Beben: Warum NVIDIA-Chef Jensen Huang bei OpenAI und Anthropic die Bremse zieht
• Ursprünglicher 100-Milliarden-Dollar-Deal mit OpenAI auf 30 Milliarden US-Dollar geschrumpft
• NVIDIA-CEO nennt bevorstehende Börsengänge als Grund für Kehrtwende
In den vergangenen Jahren hatte Grafikchip-Gigant NVIDIA seine Position im KI-Markt nicht nur über Hardwareverkäufe abgesichert, das Unternehmen beteiligte sich auch direkt an führenden KI-Labors. So investierte der Konzern um Jensen Huang jüngst etwa 30 Milliarden US-Dollar in OpenAI und 10 Milliarden US-Dollar in Anthropic. Doch nun deutet sich ein Strategiewechsel an. NVIDIA-Chef Huang signalisierte laut "Reuters" Anfang März im Rahmen einer von Morgan Stanley veranstalteten Konferenz, dass weitere große Kapitalinvestitionen in diese beiden KI-Schwergewichte unwahrscheinlich sind.
Warum NVIDIA bei OpenAI und Anthropic jetzt auf die Bremse tritt
Ursprünglich hatte NVIDIA die Absicht erklärt, über einen längeren Zeitraum hinweg bis zu 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren. Nun sei eine so hohe Beteiligung allerdings "wahrscheinlich nicht zu erwarten", sagte Huang laut "Reuters" auf der Konferenz. "Nur zur Information für alle: Wir haben unsere Vereinbarung abgeschlossen. Wir werden 30 Milliarden Dollar in OpenAl investieren", so der Unternehmenschef weiter. Dabei sei das jüngste Investment voraussichtlich die letzte Gelegenheit gewesen, "in ein so bedeutendes Unternehmen wie dieses zu investieren". Das gleiche gelte laut dem NVIDIA-CEO auch für Anthropic.
Als Hauptgrund für den Strategieschwenk nannte Huang laut "Business Insider" dabei die IPO-Absichten der KI-Unternehmen, die "gegen Ende des Jahres an die Börse gehen" würden. Sowohl OpenAI als auch Anthropic denken laut "Reuters" derzeit über den Gang aufs Parkett nach, wobei die Pläne bei OpenAI angeblich bereits etwas weiter fortgeschritten sind als beim Branchenkollegen. Konkrete Ankündigungen gab es bislang jedoch von beiden Unternehmen nicht. Für NVIDIA bedeuten Überlegungen in diese Richtung aber offensichtlich dennoch, dass sich der Zeitraum für direkte Beteiligungen an den Firmen geschlossen hat.
Investitionsstopp auch wegen Kritik an "zirkulären" KI-Investitionen?
Neben den von Jensen Huang genannten geplanten Börsengängen von OpenAI und Anthropic könnte es allerdings auch noch weitere Faktoren gegeben haben, die NVIDIA zu dieser Entscheidung gebracht haben. So berichtet "Reuters" unter Berufung auf die "Financial Times", dass Zweifel an der Zukunft des KI-Sektors bereits im Februar dazu geführt hätten, dass NVIDIA und OpenAI ihren 100-Milliarden-Dollar-Deal aufgehoben haben. Auch die Kritik vieler Analysten am Investitionsmodell von NVIDIA habe dazu beigetragen. Diesem wurde mehrfach ein zirkulärer Charakter vorgeworfen, da NVIDIA Kapital in KI-Unternehmen investiert, die dieses dann wiederum dafür nutzen, um bei NVIDIA KI-Hardware einzukaufen. Das eigentlich investierte Geld wäre demnach direkt zum KI-Platzhirsch zurückgeflossen, die Bildung einer Blase die befürchtete Folge.
Für den Stopp von weiteren Investments in Anthropic könnte NVIDIA laut "TechCrunch" daneben auch noch mehr Gründe gehabt haben. So verweist die Nachrichtenseite darauf, dass Anthropic-CEO Dario Amodei wenige Wochen nach dem letzten Investment durch NVIDIA den Verkauf von Hochleistungs-KI-Prozessoren nach China mit dem "Verkauf von Atomwaffen an Nordkorea" verglichen habe - allerdings ohne NVIDIA namentlich zu nennen. Hinzu kommen Streitigkeiten zwischen Anthropic und dem Pentagon, das die KI-Modelle des Unternehmens aufgrund einer Verweigerung des Einsatzes für autonome Waffensysteme oder die Massenüberwachung im Inland auf die schwarze Liste gesetzt hat, sowie zwischen Anthropic und OpenAI, das offenbar keine solche Bedenken hat und deshalb laut "TechCrunch" von Anthropic als "verlogen" bezeichnet wurde. NVIDIA, das wie erwähnt Anteile an beiden KI-Unternehmen besitzt, könnte hier laut der Nachrichtenseite durch den erklärten Investitionsstopp auch einfach versuchen, nicht weiter ins Kreuzfeuer zu geraten.
Redaktion finanzen.at
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