Gute Fortschritte 06.03.2019 22:16:41

Kursfeuerwerk bei Abercrombie & Fitch-Aktien nach Zahlen und Ausblick

Kursfeuerwerk bei Abercrombie & Fitch-Aktien nach Zahlen und Ausblick

Das Unternehmen erfreute Anleger am Mittwoch mit einem überraschend optimistischen Geschäftsausblick. Der Konzernwandel trage langsam Früchte, sagte Vorstandschefin Fran Horowitz. 2019 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzplus zwischen zwei und vier Prozent - deutlich mehr als an der Wall Street erwartet worden war.

Abercrombie & Fitch steckt seit Jahren in einer Art Identitätskrise und kämpft schon lange mit sinkenden Verkäufen. Ex-Chef Michael "Mike" Jeffries hatte mit Aussagen, wonach er nur "coole, gut aussehende Leute" als Kunden wolle, für ein kontroverses Image gesorgt. Auf Dauer ging das schief. Längst ist das Label, das früher mal mit anzüglicher Werbung und großen Logos punktete, von anderen Teenie-Marken wie H&M oder Forever 21 abgehängt worden.

Im vierten Quartal sackte der Umsatz von Abercrombie & Fitch im Jahresvergleich um drei Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro), übertraf damit aber klar die Erwartungen der Analysten. Während der Abercrombie-Absatz mit einem Minus von neun Prozent weiter schwächelte, konnte die schon länger deutlich gefragtere Zweitmarke Hollister immerhin ein leichtes Plus von einem Prozent verbuchen. Unter dem Strich kletterte der Quartalsgewinn des Konzerns von 74,2 Millionen auf 96,9 Millionen Dollar.

Mit einem hohen Kurszuwachs von 24,54 Prozent auf 26,59 US-Dollar sind die Papiere von Abercrombie & Fitch am Mittwoch auf den höchsten Stand seit Ende August 2018 geschnellt. Zum Schluss standen sie noch 20,37 Prozent höher bei 25,70 Dollar.

Der US-Modehändler überzeugte Anleger und Analysten mit seinen jüngsten Umsatzzahlen und seinem Ausblick.

RBC-Analystin Kate Fitzsimons zeigte sich beeindruckt von den Fortschritten auf dem Weg zu den Margenzielen 2020. Gleichwohl beließ sie mit einem unveränderten Kursziel von 24 Dollar ihr Anlagevotum auf "Sector Perform". Weitere Vorschusslorbeeren dürfte es kaum geben, schrieb sie mit Blick auf die Schwäche der Erwachsenenmarke und das nach wie vor unter Druck stehende internationale Geschäft.

Die Erwartungen der Investoren vor der Zahlenveröffentlichung seien gedämpft gewesen, so die Expertin weiter. Nicht wenige hätten zudem auf fallende Kurse gesetzt. Diese Investoren wurden nun offenbar auf dem falschen Fuß erwischt und müssen daher wieder Aktien zurückkaufen

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NEW YORK (dpa-AFX Broker)

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Bildquelle: LIONEL BONAVENTURE/AFP/Getty Images