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11.03.2021 13:12:14

Lanxess bleibt auf Einkaufstour

Frankfurt/Zürich (Reuters) - Bei Lanxess soll es nach einem Ergebniseinbruch im Corona-Jahr 2020 in diesem Jahr wieder aufwärtsgehen.

Der Spezialchemikalien-Hersteller setzt auf Erholung und Wachstum - auch durch weitere Übernahmen. "Wir schauen uns sehr aktiv mehrere Projekte an und das weltweit", sagte Vorstandschef Matthias Zachert am Donnerstag. Lanxess könne als aktiver Spieler an der Konsolidierung der Branche teilnehmen. Auch vor Großübernahmen oder einem Zusammenschluss mit einem Wettbewerber würde Zachert nicht zurückschrecken, der Fokus liege aber auf kleineren und mittelgroßen Zukäufen. Lanxess war zuletzt verstärkt auf Einkaufstour und hatte erst jüngst die Übernahme der US-Firma Emerald Kalama für gut eine Milliarde Dollar angekündigt - die zweitgrößte in der Firmengeschichte, wie Zachert erklärte.

Der Konzern geht davon aus, dass sich 2021 viele seiner Kundenindustrien erholen und erwartet daher einen Anstieg des Betriebsgewinns vor Sondereinflüssen (Ebitda) auf 900 Millionen bis eine Milliarde Euro. Im vergangenen Jahr dagegen hinterließ die Corona-Krise Spuren in der Bilanz: Das bereinigte Ebitda sank um mehr als 15 Prozent auf 862 Millionen Euro, lag damit aber am oberen Ende der Prognose von Lanxess. Der Umsatz schrumpfte um gut zehn Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn aus den fortgeführten Geschäften hat sich dank des Erlös aus dem Verkauf der Anteile am Chemiepark-Betreiber Currenta auf 908 Millionen Euro nahezu vervierfacht. Die Dividende soll daher um fünf Cent auf ein Euro je Aktie angehoben werden.

Bei den Anlegern kam der Jahresabschluss nicht gut an: Mit einem Kursminus von knapp vier Prozent zählte Lanxess zu den Schlusslichtern im MDax. Die Ergebnisvorgabe für das laufende Jahr liege leicht unter den Konsenserwartungen und liefere keine positiven Impulse, erklärten die Analysten von Barclays.