23.02.2015 10:24:31

Laut Teheran noch keine Einigung zu "Schlüsselfragen" im Atomstreit

   TEHERAN (AFP)-- Bei den Gesprächen über das iranische Atomprogramm in Genf gibt es nach Angaben aus Teheran in den wichtigsten Punkten noch keine Einigung. Der iranische Vizeaußenminister Abbas Araktschi sagte laut dem Staatsfernsehen am Montag, obwohl alle Seiten ernsthaft und entschlossen verhandelten, gebe es für viele Schlüsselfragen "noch keine vollständigen Lösungen". In vielen Bereichen werde inzwischen aber über "Details" diskutiert.

   In Genf hatten US-Außenminister John Kerry und sein iranischer Kollege Mohammed Dschawad Sarif am Sonntagabend drei Stunden lang über das iranische Atomprogramm beraten, am Montag sollten die Gespräche fortgesetzt werden. Kerry hatte vor dem Treffen bei einem Besuch in London gesagt, es gebe noch immer "bedeutende Diskrepanzen".

   An den bilateralen Verhandlungen hatten am Sonntag auch erstmals der US-Energieminister Ernest Moniz sowie der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, teilgenommen. Bereits seit Freitag verhandeln in Genf zudem die US-Chefunterhändlerin Wendy Sherman und Araktschi. Am Sonntag gab es zudem Verhandlungen Teherans mit der gesamten 5+1-Gruppe aus den fünf UN-Vetomächten und Deutschland auf Diplomatenebene.

   Die Zeit drängt, da die Verhandlungsparteien bis zum 31. März eine Grundsatzeinigung erreicht haben wollen. Bis zum 1. Juli soll dann ein vollständiges Abkommen mit sämtlichen technischen Einzelheiten stehen. Die Frist zum Abschluss eines dauerhaften Atomabkommens musste bereits zwei Mal verlängert werden - zuletzt Ende November. Beide Seite betonen seitdem jedoch, die nun gesetzte Frist einhalten zu wollen.

   Die Verhandlungen sollen zur dauerhaften Beilegung des jahrelangen Konflikts führen. Das angestrebte Abkommen soll dem Iran die friedlichen Nutzung der Atomtechnologie erlauben, zugleich aber sicherstellen, dass er nicht kurzfristig Atomwaffen entwickelt. Im Gegenzug für Zugeständnisse Teherans sollen die in dem Streit verhängten Sanktionen aufgehoben werden, die im Iran eine schwere Wirtschaftskrise ausgelöst haben.

   DJG/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   February 23, 2015 04:23 ET (09:23 GMT)- - 04 23 AM EST 02-23-15

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