07.11.2014 11:25:30

London soll mehr Zeit bei Nachzahlung an EU bekommen

   BRÜSSEL (AFP)--Die britische Regierung soll mehr Zeit bekommen, um die von der EU geforderte Nachzahlung in Milliardenhöhe bei seinen Mitgliedsbeiträgen zu leisten. Dies sieht ein Vorschlag der italienischen EU-Ratspräsidentschaft für das Treffen der europäischen Finanzminister am Freitag vor, wie EU-Diplomaten mitteilten. Demnach soll die rechtlich festgelegte Zahlungsfrist bis zum 1. Dezember durch eine "begrenzte Änderung" der bestehenden Regelung aufgehoben werden.

   Der britische Premierminister David Cameron hatte die Nachzahlungsforderung auf dem EU-Gipfel Ende Oktober als "vollkommen inakzeptabel" bezeichnet und angekündigt, er werde den Betrag nicht wie gefordert bis zum 1. Dezember zahlen.

   Auslöser des Eklats war, dass die EU-Kommission wie jedes Jahr die fälligen Nachzahlungen der Mitgliedstaaten an Brüssel kalkuliert hat. Aufgrund einer guten Wirtschaftsentwicklung wurden Großbritannien, aber auch den Niederlanden Nachforderungen präsentiert, während andere Länder wie Deutschland Geld zurückerhalten sollen.

   Die Ratenzahlung für Großbritannien hätte Auswirkungen auf Länder wie Deutschland, die ihrerseits Geld zurückerhalten sollen. Sie müssten zumindest auf einen Teil der Beträge warten, bis London gezahlt hat. Deutschland soll 779 Millionen Euro zurückbekommen, das mit Haushaltsproblemen kämpfende Frankreich sogar etwa 1 Milliarde Euro. Den neben Großbritannien höchsten Betrag müssen die Niederlande mit mehr als 600 Millionen Euro nachzahlen.

   DJG/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   November 07, 2014 05:25 ET (10:25 GMT)- - 05 25 AM EST 11-07-14

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