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22.09.2020 09:56:42

MÄRKTE EUROPA/Erholung nach Ausverkauf - Prosieben gesucht

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem Ausverkauf am Montag mit Einbußen von über 4 Prozent kommt es am Dienstagmorgen an Europas Börsen zu einer kleineren Gegenbewegung. Positiv wirkt, dass sich der Rücksetzer an den US-Börsen in Grenzen gehalten hat. Sollte sich die Meinung aber festsetzen, dass eine zweite Corona-Welle anstehe, dürfte die Verkaufsbereitschaft der Investoren anhalten, meint ein Händler. Der DAX steigt um 0,7 Prozent auf 12.626 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,4 Prozent auf 3.174 nach oben.

Weiterhin bereitet die steigende Zahl der Corona-Patienten Sorgen, vor allem in Großbritannien und in Spanien. In Großbritannien droht nach Einschätzung von Experten ein massiver Anstieg bei den Corona-Infektionszahlen, sollte sich die Bevölkerung nicht konsequent an strenge Abstandsregeln halten. Bis Mitte Oktober könnten die täglichen Neuinfektionen ein Niveau von 50.000 erreichen, warnte der Chefarzt der Regierung. Die Regierung in London erhöhte die Corona-Alarmstufe von drei auf vier. Zu Spanien äußerte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) besorgt und nannte die Lage in Spanien "wahrscheinlich nicht mehr unter Kontrolle".

Volatilitätsindizes deutlich gestiegen

"Die Anleger sind zur Zeit hochgradig nervös. Und das macht solche Bewegungen wie gestern möglich und auch für die Zukunft wahrscheinlich. Ursache dieser Nervosität sind die großen bevorstehenden politischen Ereignisse: Die Präsidentschaftswahl in den USA und das Auslaufen der britischen Übergangsfrist", heißt es bei QC Partners. Abzulesen sei diese Nervosität an den auch als Angstbarometer bezeichneten Volatilitätsindizes. Mit einem Wert von mehr als 31 notierte der Volatilitätsindex des DAX am Vortag 50 Prozent über seinem Durchschnittswert der vergangenen drei Jahre.

Kursbewegende Unternehmensnachrichten sind rar. Für Hochtief geht es um 0,7 Prozent nach oben, nachdem Töchter des Baukonzerns einen milliardenschweren Auftrag in den USA an Land gezogen haben.

Die Aktien der europäischen Reiseunternehmen machen die moderate Erholung an den Börsen nicht mit, für den Sektor geht es minimal nach unten. Viele Menschen dürften in den Herbstferien mit Blick auf die steigenden Corona-Zahlen lieber zu Hause bleiben, so die Spekulation am Markt.

Dies belegen auch neue Zahlen von Tui. Der schwer gebeutelte Reisekonzern hat seine Kapazitäten angesichts der Unsicherheiten über Reisebeschränkungen im laufenden vierten Quartal weiter auf 25 von ursprünglich 30 Prozent reduziert. Für den kommenden Sommer bleibt das Unternehmen dagegen vorsichtig optimistisch. Zugleich hat Tui sein Sparprogramm auf den Weg gebracht. Das Programm zur Senkung der Gemeinkosten um 30 Prozent habe "möglicherweise" Auswirkungen auf 8.000 Stellen, heißt es. Mit dem bereits angekündigten Programm will Tui jährlich dauerhaft 300 Millionen Euro einsparen. Für Tui geht es um 2 Prozent nach oben.

Prosieben mit Mediaset-Spekulationen fest

Dass laut Medienberichten Mediaset die Beteiligung an Prosieben von derzeit rund 25 Prozent ausbauen möchte, treibt den Prosieben-Kurs um rund 7 Prozent nach oben. Neben Mediaset sind KKR und Czech Media Invest an Prosieben beteiligt, was eine mögliche Übernahme durch die Italiener erschwert. Mediaset gewinnen in Mailand 1,6 Prozent.

Für Kingfisher geht es um 5,6 Prozent nach oben. Der auf Baumärkte spezialisierte Einzelhändler hat beim Gewinn wie auch beim Cashflow im ersten Halbjahr positiv überrascht.

De Aktie des mit schweren Vorwürfen konfrontierten Leasinganbieters macht etwas Boden gut, sie steigt um 6,6 Prozent. United Internet und 1&1 Drillisch, die am Vortag nach gesenkten Prognosen um je über 20 Prozent eingebrochen waren, erholen sich nur leicht um 5,4 bzw 2,7 Prozent.

Frische Akzente könnte am Nachmittag die Anhörung von Fed-Präsident Jerome Powell vor dem US-Kongress setzen.

Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.180,61 0,62 19,66 -15,07

Stoxx-50 2.906,69 0,48 13,89 -14,59

DAX 12.653,02 0,88 110,58 -4,50

MDAX 26.781,04 1,06 281,09 -5,41

TecDAX 3.038,31 1,43 42,86 0,78

SDAX 12.082,93 1,03 122,73 -3,43

FTSE 5.842,10 0,65 37,81 -23,04

CAC 4.808,15 0,34 16,11 -19,57

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,53 0,00 -0,77

US-Zehnjahresrendite 0,66 0,00 -2,02

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:26 Mo, 18:54 % YTD

EUR/USD 1,1729 -0,35% 1,1748 1,1738 +4,6%

EUR/JPY 122,76 -0,39% 122,87 122,92 +0,7%

EUR/CHF 1,0751 -0,13% 1,0756 1,0757 -1,0%

EUR/GBP 0,9218 +0,34% 0,9185 0,9175 +8,9%

USD/JPY 104,66 -0,02% 104,60 104,72 -3,8%

GBP/USD 1,2725 -0,71% 1,2792 1,2791 -4,0%

USD/CNH (Offshore) 6,7977 +0,05% 6,7946 6,8006 -2,4%

Bitcoin

BTC/USD 10.368,76 -1,26% 10.449,26 10.386,51 +43,8%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 39,34 39,31 +0,1% 0,03 -31,3%

Brent/ICE 41,51 41,44 +0,2% 0,07 -32,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.900,71 1.912,30 -0,6% -11,59 +25,3%

Silber (Spot) 24,06 24,83 -3,1% -0,77 +34,8%

Platin (Spot) 885,18 884,00 +0,1% +1,18 -8,3%

Kupfer-Future 3,05 3,03 +0,7% +0,02 +8,1%

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/gos

(END) Dow Jones Newswires

September 22, 2020 03:57 ET (07:57 GMT)

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