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10.09.2021 12:54:43

MÄRKTE EUROPA/Leichtes Plus - Druck auf FMC und Telekom

FRANKFURT (Dow Jones)--Leicht im Plus zeigen sich Europas Aktienmärkte am Freitagmittag. So klettert der DAX um 0,4 Prozent auf 15.682 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,5 Prozent auf 4.197 Punkte. Das Umfeld für Risiko-Assets bleibt nach der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Vortag freundlich - schließlich wird die Geldschwemme nur leicht zurückgefahren. Der Inflationsanstieg wird hingegen weiter ignoriert: Am Vormittag wurde der Anstieg der deutschen Verbraucherpreise (CPI) im August mit 3,9 Prozent bestätigt.

EZB flutet Märkte weiter mit Geld

Die EZB will lediglich das Volumen ihres Anleihekaufprogrammes PEPP etwas nach unten nehmen. Da im Schlussquartal aber sowieso weniger Staatsanleihen begeben werden, sind ihre Käufe durch die Notenbank weiter gesichert. Für die kommenden drei Monate haben die Aktien-Investoren nun erst einmal weitere Unterstützung von Seiten der EZB.

Die Strategen der DWS sprechen von einem ersten Warmlaufen der EZB. Auch beim Vermögensverwalter Pimco denkt Fondsmanager Konstantin Veit, dass erst die Dezember-Sitzung interessant werde. Die EZB werde die Nettokäufe im Rahmen des PEPP wahrscheinlich im Jahr 2022 beenden.

Im Gegensatz zu ihrem Fed-Kollegen Jerome Powell musste EZB-Präsidentin Christine Lagarde nicht betonen, dass die Zinsen in Europa noch lange niedrig bleiben. Denn der Markt preist hier eine erste Zinserhöhung um zehn Basispunkte erst für Dezember 2023 ein. Dies ist deutlich später als für die US-Notenbank oder die Bank of England.

Entspannungssignale zwischen den USA und China

Leichte Zeichen der Entspannung gibt es zwischen den USA und China. US-Präsident Joe Biden will nach Angaben aus dem Weißen Haus verhindern, dass der "Wettbewerb" mit China sich in einen "Konflikt" verwandelt. Das habe Biden in einem Telefongespräch seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping mitgeteilt, sagte ein US-Regierungsvertreter. Aus Peking hieß es, das Gespräch sei "offen und tiefgehend" gewesen, allerdings habe die China-Politik der USA bereits zu "ernsthaften Schwierigkeiten" geführt. Unter Bidens Vorgänger Donald Trump hatten die Beziehungen der USA zu China einen historischen Tiefpunkt erreicht.

FMC-Aktie leidet unter negativen Analysten-Kommentaren

Negative Analystenkommentare bringen Fresenius Medical Care (FMC) unter Druck. Sie brechen um 4,2 Prozent ein. JP Morgan hat den Wert auf "Underweight" gesenkt. Zur Begründung sollen die Analysten nach Aussage aus dem Handel auf die hohe Sterblichkeit der US-Dialysepatienten verwiesen haben. Dazu hat auch noch Barclays die Aktie auf "Equalweight" zurückgestuft. Die Aktie sei wieder auf das Kursniveau vor der Gewinnwarnung gestiegen.

Für die Aktie der Mutter Fresenius geht es um 1,2 Prozent nach unten.

Auch Deutsche Telekom stehen mit 2,2 Prozent Minus kräftig unter Druck. Seit das Unternehmen den Verkauf seines Niederlande-Geschäfts vermeldet habe, gebe es kräftige Gewinnmitnahmen, heißt es im Handel. Dazu wurde auch der Aufwärtstrend seit Oktober 2020 gebrochen.

Bei BASF geht es zwar 0,3 Prozent nach oben. Allerdings warnen die Charttechniker der HSBC vor der Gefahr einer Kopf-Schulter-Formation. Dieses negative Chartmuster habe ein kalkulatorisches Abschlagspotential von knapp 10 Euro. Dies könnte auch den seit dem Frühjahr 2020 bestehenden Erholungstrend beenden.

Positive Kommentare von Bryan Garnier treiben indes Delivery Hero um 1,5 Prozent. Der Essenslieferer könnte zu einer "Super-App" werden, die demnächst auch Gemüse und andere Bedarfsgüter ausliefere.

Unternehmensnachrichten sind ansonsten dünn gesät: Leicht positiv für Holcim (+0,3%) wird gewertet, dass der Schweizer Zementkonzern sich von seinem Brasilien-Geschäft trennt. Der erzielte Preis von 1,025 Milliarden Dollar liegt aber am unteren Rand der erwarteten Spanne von 1,0 bis 1,5 Milliarden Dollar.

Für den Small Cap Nexr geht es am Freitag um 17 Prozent nach unten. Das Unternehmen hat die Prognose für 2021 aufgrund corona-bedingter Verzögerungen bei der Markteinführung von Produkten gesenkt.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.197,22 +0,5% 20,11 +18,1%

Stoxx-50 3.583,74 +0,4% 13,97 +15,3%

DAX 15.681,82 +0,4% 58,67 +14,3%

MDAX 36.247,59 +0,4% 127,06 +17,7%

TecDAX 3.948,38 +0,3% 13,28 +22,9%

SDAX 17.122,13 +0,3% 57,45 +16,0%

FTSE 7.051,74 +0,4% 27,53 +8,7%

CAC 6.704,57 +0,3% 19,85 +20,8%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,35 +0,02 +0,23

US-Zehnjahresrendite 1,33 +0,02 +0,41

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:14 Do, 17.25 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1829 +0,0% 1,1828 1,1816 -3,2%

EUR/JPY 130,08 +0,2% 129,99 129,72 +3,2%

EUR/CHF 1,0861 +0,2% 1,0840 1,0850 +0,5%

EUR/GBP 0,8531 -0,2% 0,8542 0,8537 -4,5%

USD/JPY 109,96 +0,2% 109,90 109,78 +6,5%

GBP/USD 1,3866 +0,2% 1,3848 1,3841 +1,5%

USD/CNH (Offshore) 6,4319 -0,3% 6,4394 6,4501 -1,1%

Bitcoin

BTC/USD 46.232,26 -0,5% 46.655,51 46.899,51 +59,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 69,30 68,14 +1,7% 1,16 +44,3%

Brent/ICE 72,69 71,45 +1,7% 1,24 +42,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.793,38 1.794,63 -0,1% -1,25 -5,5%

Silber (Spot) 24,04 24,03 +0,0% +0,01 -8,9%

Platin (Spot) 984,15 981,48 +0,3% +2,68 -8,1%

Kupfer-Future 4,35 4,28 +1,5% +0,07 +23,3%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/cln

(END) Dow Jones Newswires

September 10, 2021 06:55 ET (10:55 GMT)

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