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10.10.2019 12:49:46

MÄRKTE EUROPA/Warten auf Entwicklung im Handelsstreit - Philips schwach

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte notieren am Donnerstagmittag leicht im Plus. Marktteilnehmer sprechen von einem abwartenden Handel. Im Fokus stehen die wieder beginnenden Handelsgespräche zwischen den USA und China auf hochrangiger Ebene. An den Börsen wird auf einen kleinen Deal der beiden Handelsmächte gesetzt, mit einem großen Wurf rechnet zu diesem Zeitpunkt niemand. Zu widersprüchlich war die Nachrichtenlage zuletzt.

Am Vortag hatte noch ein Bericht für eine deutlichere Erholung gesorgt, wonach China weiter auf eine Einigung zumindest in Teilbereichen setze. Außerdem plane das Land, die Käufe von US-Agrarerzeugnissen zu erhöhen. Nun aber heißt es in der "South China Morning Post", dass bei Sondierungsgesprächen keine Annäherung in kritischen Punkten erreicht worden sei. Andererseits gibt es auch Berichte, wonach sich beide Seiten auf einen Währungspakt geeinigt haben sollen, über den früher schon einmal Einigkeit geherrscht hatte. Der DAX liegt 0,1 Prozent im Plus bei 12.101 Zählern, der Euro-Stoxx-50 legt um 0,1 Prozent auf 3.464 Punkte zu. Die Berichtssaison kommt nun langsam in Fahrt, wobei Philips und Südzucker enttäuschten.

Kurseinbruch bei Philips und Südzucker

Mit einem Kurseinbruch von über 8 Prozent werden bei Philips überraschend vorgelegte Geschäftszahlen quittiert. Die Analysten der Commerzbank weisen auf die Schwäche der Sparte Connected Care als Grund hin. Während sich die Umsätze auf Konzernebene stark entwickelt hätten, sei der bereinigte Gewinn von 583 Millionen Euro schwach. Grund sei ein kräftiger Margenrückgang, der die Belastungen durch Strafzölle auf Unternehmensebene enthülle.

Südzucker verlieren nach dem Quartalsausweis 9,3 Prozent. Die Zuckersparte bleibt der große Belastungsfaktor für das Unternehmen. Dort ist keine Besserung zu erkennen. Wie Südzucker selbst einräumt, verharrt der Weltmarktpreis für Zucker auf einem niedrigen Niveau. Hauptgrund seien hohe Lagerbestände in Indien, die kurzfristig über staatliche Stützungsmaßnahmen auf dem Weltmarkt vermarktet werden sollen.

Starke Zahlen von LVMH treiben Branchentitel

Mit kräftigen Kursgewinnen zeigen sich Aktien aus der Luxusgüterbranche in ganz Europa. Die am Vorabend vorgelegten Umsatzzahlen von LVMH für das dritte Quartal seien sehr stark ausgefallen, heißt es. Der Umsatz des Mutterkonzerns von Louis Vuitton und Dior stieg um 17 Prozent und damit ebenso stärker als erwartet wie das organische Wachstum mit 11 Prozent. Damit scheinen sich die Proteste in Hongkong nicht negativ auf ausgewirkt zu haben, was auch andere Branchenwerte beflügelt. LVMH steigen um 4, Kering um 3,1, Burberry um 1,8 und Hugo Boss um 0,6 Prozent.

Auch Givaudan gefällt mit guten Zahlen, der Kurs legt um 1,1 Prozent zu. Das bereinigte Umsatzwachstum übertraf mit 6,5 Prozent beispielsweise die Prognose der Analysten der Deutschen Bank um einen Prozentpunkt. Givaudan konnte steigende Rohstoffkosten über Preiserhöhungen kompensieren und hat seine Mittelfristziele bestätigt.

Die Aktie des Schweizer Zementherstellers LafargeHolcim legt um 1,7 Prozent zu. Das Unternehmen hat sich gegen ein Gebot für die Bauchemiesparte von BASF entschieden. BASF steigen um 0,4 Prozent, Heidelcement legen um 1,3 Prozent zu.

Gerresheimer notieren nach dem Zahlenausweis kaum verändert. Die Umsätze von Gerresheimer von 358,6 Millionen Euro im dritten Quartal deckten sich praktisch mit den Erwartungen der Commerzbank. Der Bereich Plastics & Devices war etwas fester, der Bereich Primary Packaging etwas schwächer.

Die Aktie des Windanlagen-Projektierers PNE schießt um 4 Prozent nach oben auf 4,00 Euro, nachdem Morgan Stanley Infrastructure Partners sein Übernahmegebot auf 4,00 Euro von 3,50 bis 3,80 Euro erhöht hat.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.463,69 0,05 1,58 15,40

Stoxx-50 3.149,74 -0,14 -4,44 14,12

DAX 12.101,28 0,06 7,02 14,61

MDAX 25.168,54 -0,50 -127,36 16,59

TecDAX 2.708,21 -0,81 -22,13 10,53

SDAX 10.862,91 -0,23 -24,74 14,24

FTSE 7.161,68 -0,07 -4,82 6,52

CAC 5.519,30 0,37 20,16 16,67

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,52 0,03 -0,76

US-Zehnjahresrendite 1,59 0,01 -1,09

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:20 Mi, 17:25 % YTD

EUR/USD 1,1030 +0,52% 1,0984 1,0981 -3,8%

EUR/JPY 118,48 +0,47% 118,09 117,91 -5,8%

EUR/CHF 1,0945 +0,20% 1,0925 1,0925 -2,8%

EUR/GBP 0,9005 +0,18% 0,8989 0,8984 +0,1%

USD/JPY 107,42 -0,04% 107,51 107,38 -2,0%

GBP/USD 1,2250 +0,35% 1,2219 1,2224 -4,0%

USD/CNH (Offshore) 7,1221 -0,23% 7,1140 7,1406 +3,7%

Bitcoin

BTC/USD 8.511,00 -0,44% 8.564,25 8.566,00 +128,8%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 52,52 52,59 -0,1% -0,07 +8,9%

Brent/ICE 58,24 58,32 -0,1% -0,08 +5,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.506,45 1.505,60 +0,1% +0,85 +17,5%

Silber (Spot) 17,76 17,76 +0,0% +0,00 +14,6%

Platin (Spot) 891,63 893,50 -0,2% -1,87 +11,9%

Kupfer-Future 2,59 2,57 +1,0% +0,03 -2,3%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 10, 2019 06:50 ET (10:50 GMT)

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