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05.07.2022 14:41:41

MÄRKTE USA/Kräftige Abgaben mit Zinssorgen - Curevac verklagt Biontech

NEW YORK (Dow Jones)--Mit einem deutlichen Minus dürfte sich die Wall Street nach dem langen Wochenende am Dienstag zu Handelsbeginn zeigen. Am Montag blieben die US-Börsen aufgrund des Unabhängigkeitstages geschlossen. Die Belastungsfaktoren sind geblieben. Dies sind die Sorgen vor weiteren kräftigen Zinserhöhungen durch die US-Notenbank, um die hohe Inflation in den Griff zu bekommen, was gleichzeitig die Befürchtungen einer Rezession verstärkt. Dazu kommen die andauernden Bedenken vor einer Energiekrise, vor allem in Europa, die jedoch auch globale Konsequenzen haben dürfte. Denn Russland kann jederzeit mit einem Gasstopp für eine deutliche konjunkturelle Belastung sorgen.

Der Future auf den S&P-500 reduziert sich aktuell um 1,1 Prozent. Nordea Asset Management geht davon aus, dass die Märkte weiterhin unter Druck stehen werden, da Investoren derzeit noch nicht vollständig auf eine Wachstumsverlangsamung vorbereitet seien. "Wir rechnen mit einer sehr flachen Rezession", heißt es von den Analysten. Aber sie dürfte auch nicht zu flach ausfallen.

Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist am Berichtstag übersichtlich. Es wird lediglich eine halbe Stunde nach Eröffnung der Auftragseingang Industrie für den Mai veröffentlicht. Übergeordnet sind die Blicke bereits auf das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung gerichtet, das am Mittwoch ansteht. Hier hoffen Anleger auf Hinweise über das weitere Zinstempo der US-Notenbank. Zuletzt hatten schwächere US-Daten immer wieder zu Spekulationen geführt, die Fed könnte bei den Zinserhöhungen etwas den Fuß vom Gas nehmen. Dazu kommt am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht für Juni.

Euro fällt auf tiefsten Stand seit knapp 20 Jahren

Der Euro steht unter Druck und fällt unter die Marke von 1,03 Dollar. Er rutscht damit auf den tiefsten Stand seit knapp 20 Jahren. Damit rückt die Parität in greifbare Nähe - es wäre das erste Mal seit 2002. Im Handel heißt es, dass der drohende Energie-Notstand in Europa nun auch den Euro erfasse. Die Angst vor einer Rezession nehme zu. Laut MUFG Bank könnte der Euro in nächster Zeit aufgrund der Besorgnis über steigende Energiepreise in Europa weiterhin schwach bleiben. Dagegen geht es für den Dollar kräftig nach oben. Der Dollar-Index gewinnt 1,1 Prozent. Hier stütze die Erwartung weiterer aggressiver Zinserhöhungen durch die US-Notenbank, heißt es.

Mit einer uneinheitlichen Tendenz zeigen sich die Ölpreise. Übergeordnet würden weiterhin die Sorgen vor einer Inflation und damit auch einer sinkenden Nachfrage das Sentiment belasten, heißt es. Die Hoffnung, dass US-Präsident Joe Biden in dieser Woche eine Lockerung der Strafzölle auf chinesische Güter verkünden wird, was zu einer steigenden Nachfrage führen könnte, stützt dagegen nur begrenzt.

Der Goldpreis steht mit dem starken Dollar unter Druck. Die Sorgen vor einem konjunkturellen Abschwung stützen dagegen nicht. Dazu kommt die Aussicht auf weiter steigende Zinsen in den USA, die sich negativ auf das zinslose Edelmetall auswirken. Gesucht sind vor dem Hintergrund der anhaltenden Rezessionssorgen die US-Anleihen. Die Rendite zehnjähriger Papiere fällt um 2,5 Basispunkte auf 2,87 Prozent.

Curevac mit Klage gegen Biontech im Fokus

Für die Aktie des Impfstoffherstellers Curevac geht es vorbörslich um 0,5 Prozent nach oben. Das Unternehmen sieht seine geistigen Eigentumsrechte aus über zwei Jahrzehnten Pionierarbeit in der mRNA-Technologie durch Wettbewerber Biontech (-3,0%) verletzt und fordert daher eine Entschädigung. Curevac reichte nach eigenen Angaben beim Landgericht Düsseldorf Klage gegen die Biontech SE und zwei ihrer Tochterunternehmen ein. Das Unternehmen strebt allerdings keine einstweilige Verfügung an und beabsichtigt auch nicht, rechtliche Schritte einzuleiten, die den Verkauf des Impfstoffs behindern könnten.

Die Titel von Exxon Mobil gewinnen 0,2 Prozent. Der Gewinn im zweiten Quartal dürfte bis zu 18 Milliarden Dollar betragen, heißt es in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht. Dies wäre der höchste Gewinn seit fast 25 Jahren. Zu verdanken sei dies höheren Öl-Raffineriemargen sowie den deutlich gestiegenen Preisen für Öl und Gas.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,84 +0,8 2,83 211,1

5 Jahre 2,85 -3,0 2,88 159,4

7 Jahre 2,90 -3,1 2,93 145,9

10 Jahre 2,87 -2,5 2,89 135,7

30 Jahre 3,09 -2,9 3,12 118,7

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:07 Uhr Mo, 18:33 % YTD

EUR/USD 1,0291 -1,3% 1,0436 1,0422 -9,5%

EUR/JPY 139,68 -1,2% 142,11 141,44 +6,7%

EUR/CHF 0,9936 -0,8% 1,0023 1,0016 -4,2%

EUR/GBP 0,8587 -0,3% 0,8614 0,8612 +2,2%

USD/JPY 135,78 +0,0% 136,13 135,70 +18,0%

GBP/USD 1,1984 -1,0% 1,2116 1,2102 -11,4%

USD/CNH (Offshore) 6,7143 +0,3% 6,6924 6,6955 +5,7%

Bitcoin

BTC/USD 19.463,21 -2,3% 20.297,41 19.686,45 -57,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 108,78 108,43 +0,3% 0,35 +50,7%

Brent/ICE 111,88 113,50 -1,4% -1,62 +49,4%

GAS VT-Schluss +/- EUR

Dutch TTF 167,00 167,30 +2,5% 4,06 +53,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.799,71 1.807,80 -0,4% -8,09 -1,6%

Silber (Spot) 19,76 19,98 -1,1% -0,22 -15,2%

Platin (Spot) 873,33 889,05 -1,8% -15,73 -10,0%

Kupfer-Future 3,51 3,62 -3,0% -0,11 -21,0%

YTD zu Vortagsschluss

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

July 05, 2022 08:42 ET (12:42 GMT)