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30.07.2021 08:28:00

Mehr Andritz-Gewinn im Halbjahr trotz Umsatzrückgang

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Der steirische Technologiekonzern Andritz hat im ersten Halbjahr seine Ergebnisse trotz eines leichten Umsatzrückgangs deutlich gesteigert und rechnet auch für das Gesamtjahr mit einer ähnlichen Entwicklung sowie einer Verbesserung der Rentabilität. Das operative EBITA wuchs bis Juni um 36,4 Prozent auf 237,7 Mio. Euro, der Nettogewinn legte sogar um 61,0 Prozent auf 136,7 Mio. Euro zu, teilte Andritz am Freitag mit.

Beim Umsatz musste man mit Minus 4,6 Prozent auf 3,027 Mrd. Euro Abstriche hinnehmen, bedingt vor allem durch Erlösrückgänge von 8,2 Prozent auf 1,465 Mrd. Euro im größten Bereich Pulp & Paper Capital, der voriges Jahr noch größere Aufträge abgearbeitet hatte. Ähnlich hohe Erlösrückgänge gab es bei Metals, während Hydro und Separation zulegten.

Der Auftragseingang von Andritz schnellte von Jänner bis Juni um 18,3 Prozent auf 3,592 Mrd. Euro in die Höhe. Dabei war der Zuwachs der neuen Order im zweiten Quartal mit +57,3 Prozent (auf 1,184 Mrd.) ungleich kräftiger - freilich verglichen mit einem sehr niedrigen Vorjahresvergleichsniveau. Der Auftragsstand des börsennotierten Konzerns per 30. Juni war mit 7,404 Mrd. um 9,3 Prozent höher als Ende 2020. Besonders viele Neuaufträge kamen im Halbjahr im Bereich Metals Processing herein, speziell im zweiten Quartal, gefolgt vom Segment Hydro. Grund für den starken Orderanstieg in Metals seien die weiter hohen Stahlpreise, die die internationalen Stahlhersteller zu kräftigen Investitionen veranlassen. Auch der Bereich Metals Forming (Schuler) habe im zweiten Quartal einen starken Anstieg verzeichnet, heißt es.

Fürs Gesamtjahr geht der Konzern mit über 280 Standorten in mehr als 40 Ländern von einem deutlichen Anstieg des berichteten EBITA aus und rechnet mit einer EBITA-Rentabilität von rund 8 Prozent (nach 5,8 Prozent Marge 2020). Heuer lag die EBITA-Marge im Halbjahr mit 7,9 Prozent spürbar über Vorjahr (5,5 Prozent), dabei im zweiten Quartal bei 8,3 nach 6,3 Prozent. Wesentliche Sondereffekte erwarte man heuer nicht, heißt es im Ausblick, der Umsatz werde leicht unter 2020 liegen. Der Mitarbeiterstand des Konzerns betrug per Ultimo 26.711 (-4,0 Prozent).

Andritz-Chef Wolfgang Leitner (68) wird kommendes Frühjahr nach 34 Jahren Tätigkeit im Vorstand, davon 27 Jahre als Vorstandschef, seine CEO-Tätigkeit mit Ablauf der für 12. April geplanten Hauptversammlung beenden und in den Aufsichtsrat wechseln, hatte Andritz am Donnerstagabend mitgeteilt. Nachfolgen wird ihm Joachim Schönbeck (57), seit 2014 im Andritz-Vorstand. Auch als neuer CEO soll Schönbeck den Bereich Pulp & Paper Capital Systems weiter verantworten.

Neu in den Vorstand zieht im April 2022 der kommende Woche 45 Jahre alte Domenico Iacovelli ein, der seit 2011 in der Andritz-Gruppe Führungsaufgaben erfüllt und seit April 2018 Chef der deutschen Tochter Schuler ist. Iacovelli soll den Geschäftsbereich Metals verantworten, aber auch weiterhin Chef der auf Metallpressen spezialisierten Schuler AG bleiben.

(Schluss/weiterer Bericht nach Pressekonferenz) sp/phs

ISIN AT0000730007 WEB http://www.andritz.com