14.02.2019 10:43:44

Nord-Stream-2: Rund 90 Prozent der deutschen Verbraucher wollen keine Energie-Importe (FOTO)

Holzminden (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/bilder -

Die große Mehrheit der Bundesbürger (86 Prozent) wünscht sich, von importiertem Erdöl und Gas unabhängig zu sein. Gleichzeitig setzen die Verbraucher auf eine generelle Abkehr von fossilen Quellen hin zu den erneuerbaren Energien (91 Prozent). Den Klimaschutz über CO2-Einsparungen zu verbessern, halten aktuell 72 Prozent für wichtig bis sehr wichtig - ein Plus von zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Das sind Ergebnisse aus dem Stiebel-Eltron-Energie-Trendmonitor 2019, für den 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

"Wie der neue Energie-Trendmonitor zeigt, wollen die Bundesbürger bei der Energiewende jetzt Nägel mit Köpfen machen - das kollidiert mit dem Ausbau der Kapazitäten für importiertes Erdgas durch Nord Stream 2", sagt Dr. Nicholas Matten, Geschäftsführer des Haus- und Systemtechnikherstellers Stiebel Eltron.

Mit dem Bau der zweiten Ostseepipeline sollen die bisherigen Erdgas-Kapazitäten verdoppelt werden. Aktuell kommen etwa 40 Prozent des in Deutschland verbrauchten Erdgases aus Russland. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin prognostiziert allerdings, dass der Erdgasbedarf in Europa dank erneuerbarer Energien und Klimaschutzpolitik zurückgehen wird. Um die Investitionskosten für die Pipeline bei sinkender Nachfrage zu decken, dürften die Erdgaspreise für den Endverbraucher steigen - analysiert das DIW.

Schon heute sind die Bundesbürger mit den hohen Energiekosten unzufrieden: 77 Prozent ist es wichtig, dass die Heiz- und Wärmekosten im Zuge der Energiewende sinken, denn hier verbrauchen die Privathaushalte die meiste Energie. 72 Prozent fordern konkret, die Bundesregierung solle dafür sorgen, dass Strom günstiger wird, damit umweltfreundliche Heiztechnik mit geringeren Kosten betrieben werden kann. Dazu zählen beispielsweise Wärmepumpen, die nach ähnlichen Funktionsprinzipen wie die eines Kühlschranks, mit Umgebungsluft oder Erdwärme heizen.

"Es ist höchste Zeit, die Weichen konsequent für den Klimaschutz zu stellen - ansonsten droht nach den verfehlten Klimazielen 2020 die nächste Blamage für Deutschland", sagt Dr. Matten von Stiebel Eltron. "Dazu zählt, dass Strom entsprechend den Verbraucherwünschen gegenüber Gas und Öl günstiger werden sollte, um umweltfreundliche Heiztechnik wie die Wärmepumpe mit geringeren Kosten zu betreiben. Bewährtes Mittel dazu ist eine CO2-Besteuerung, wie schon seit mehreren Jahren in Schweden oder der Schweiz."

Über Stiebel Eltron

Stiebel Eltron, gegründet 1924, gehört mit einem Jahresumsatz von rund 540 Millionen Euro netto (vorläufiger Umsatz 2018) zu den führenden Unternehmen auf dem Markt der Erneuerbaren Energien, Wärme
und Haustechnik.

Als innovationsgetriebenes Familienunternehmen verfolgt Stiebel Eltron bei der Produktion und Entwicklung von Produkten eine klare Linie - für eine umweltschonende, effiziente und komfortable Haustechnik. Mit über 3.700 Mitarbeitern weltweit setzt das Unternehmen von der Produktentwicklung bis zur Fertigung konsequent auf eigenes Know-how. Das Resultat sind effiziente und innovative Lösungen für Warmwasser, Wärme, Lüftung und Kühlung. Stiebel Eltron produziert am Hauptstandort im niedersächsischen Holzminden, in Eschwege sowie an vier weiteren Standorten im Ausland (Arvika/Schweden, Tianjin/China, Bangkok/Thailand, Poprad/Slowakei).

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Pressekontakt: econNEWSnetwork Carsten Heer Tel. +49 (0) 40 822 44 284 E-Mail: redaktion@econ-news.de

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