26.10.2014 16:22:00

Nowotny - Österreicher werden Ungarn-Markt sicher nicht verlassen

Österreichs Notenbankgouverneur Ewald Nowotny geht davon aus, dass die österreichischen Banken trotz der Belastungen im Bankgeschäft in Ungarn aus diesem Markt nicht abwandern werden. Bei praktisch allen Banken laufen derzeit Diskussionen zur Frage des langfristigen Geschäftsmodells.

Im Bankenstresstest der europäischen Aufseher wog für die großen österreichischen Institute das Osteuroparisiko schwerer als beim Schnitt ihrer Konkurrenten. Die Russland/Ukraine-Krise ist mit den bis dato erfassten Folgen für die Wirtschaft im Schockszenario schon enthalten, so die OeNB.

Sehr stabil läuft das Geschäft in der Slowakei, in Tschechien oder auch in Polen. In der Ukraine seien die Banken vergleichsweise nicht so stark engagiert. "Wo wir einen erheblichen Diskussionsbedarf sehen, ist Ungarn", sagte Nowotny am Sonntag vor Journalisten. Das Land sei ein traditioneller Markt für österreichische Banken, der auf langfristigen Verbindungen aufgebaut sei. Es gebe hier allerdings aus politischen Gründen doch eine "Problematik", auf die die Banken reagierten. Sie würden allerdings "diesen Markt sicher nicht verlassen", sondern in Ungarn bleiben, ist Nowotny überzeugt.

Ungarn ist für die österreichischen Großbanken seit Jahren ein teures Pflaster, vor allem wegen der Verpflichtungen, Kunden mit Fremdwährungskrediten zu entschädigen.

(Schluss) rf/tsk

WEB http://www.ecb.int

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