NVIDIA Aktie
WKN: 918422 / ISIN: US67066G1040
| KI-Riese legt Bilanz vor |
26.02.2026 22:09:00
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NVIDIA-Aktie verliert dennoch: Techriese übertrifft erneut Erwartungen - KI-Treiber zeigen Wirkung
Der Umsatz lag im letzten Jahresviertel bei 68 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten prognostiziert, dass NVIDIA 66,12 Milliarden US-Dollar umsetzen würde, nach 39,33 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
So fiel NVIDIAs Geschäftsjahr aus
Im gesamten Geschäftsjahr 2026 erzielte der Chip-Hersteller einen Gewinn von 4,77 US-Dollar je Aktie, nachdem dieser im vorangegangenen Geschäftsjahr bei 2,99 US-Dollar je Aktie gelegen hatte. Analysten hatten hier einen Gewinnanstieg auf 4,7 US-Dollar je Aktie erwartet. Der Jahresumsatz des US-Konzerns belief sich daneben auf 215,93 Milliarden US-Dollar, nach 130,49 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Experten hatten den NVIDIA-Umsatz für 2025 zuvor auf 213,87 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Angst vor KI-Blase an der Börse
Chipsysteme von NVIDIA wurden zu einer Schlüsseltechnologie für die Entwicklung von Software mit Künstlicher Intelligenz. Sie werden sowohl für das aufwendige Training von KI-Modellen für Chatbots wie etwa ChatGPT eingesetzt - als auch beim Betrieb solcher Software. Die NVIDIA-Ergebnisse sind damit zu einem Gradmesser für den Zustand der KI-Industrie geworden.
In den vergangenen Monaten flammte an den Börsen immer wieder mal die Sorge auf, dass die großen Erwartungen an das zukünftige Geschäft mit Künstlicher Intelligenz zu einer Blase bei den Aktienkursen von Tech-Unternehmen geführt haben könnten. Tech-Riesen wie Alphabet und der Facebook-Konzern Meta Platforms sowie KI-Start-ups wie der ChatGPT-Erfinder OpenAI stecken gerade hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau ihrer Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Es gibt Zweifel, ob diese gewaltigen Investitionen zurückverdient werden können. NVIDIA profitiert jedoch unabhängig davon schon heute von der Ausgabefreudigkeit: Ein großer Teil des Geldes fließt in Chips des Konzerns.
Ausblick über Erwartungen - Offene Fragen in China
NVIDIA widerlegte die Zweifler nun erneut mit einer Prognose für das laufende Vierteljahr, die über den Erwartungen der Analysten liegt. NVIDIA rechnet mit 78 Milliarden Dollar Umsatz, mit einer möglichen Abweichung von zwei Prozent nach oben oder unten. Experten hatten im Schnitt mit einer Prognose von rund 73 Milliarden Dollar gerechnet.
Das Geschäft mit Rechenzentren erwirtschaftet inzwischen gut 90 Prozent der NVIDIA-Erlöse. Einen Teil der hohen Gewinne investiert NVIDIA in KI-Entwickler. In der Branche spricht man dabei von Kreislauf-Deals: Mit den Finanzspritzen kaufen die Entwicklerfirmen dann Halbleiter-Technik bei dem KI-Chip-Spezialisten
NVIDIA-Chef Jensen Huang bekräftigte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, die Computerwelt habe sich durch Künstliche Intelligenz verändert und in Zukunft werde es nur noch mehr Nachfrage nach Rechenleistung geben - womit sich auch schon jetzt Geld verdienen lasse. Computer-Kapazitäten führten zu Wachstum und dies wiederum bringe Umsätze. Finanzchefin Colette Kress sagte, NVIDIA habe weiterhin Probleme, genug Chipsysteme produzieren zu lassen.
Nach wie vor offen ist, wie es für NVIDIA in China weitergeht. Die US-Regierung erlaubt zwar wieder den Verkauf abgespeckter Chipsysteme mit der Bezeichnung H200 in das Land - für eine saftige Gebühr von 25 Prozent. Allerdings ist weiterhin unklar, ob die Regierung in Peking die dortigen Unternehmen diese Chips kaufen lässt. In den Prognosen von NVIDIA wird deshalb immer noch kein potenzielles Geschäft in China berücksichtigt.
Der rapide Ausbau der Rechenzentren sorgt gerade für eine akute Knappheit bei Speicherchips - und das bremst wiederum das Geschäft von NVIDIA mit Grafikkarten für Gamer, mit denen der Konzern einst groß wurde. Im vergangenen Quartal verpasste die Sparte mit Erlösen von 3,73 Milliarden Dollar die Erwartungen von Analysten, die eher mit rund vier Milliarden Dollar gerechnet hatten.
Im NASDAQ-Handel am Donnerstag fiel die NVIDIA-Aktie dann dennoch um 5,46 Prozent auf 184,89 US-Dollar.
Redaktion finanzen.at mit dpa (AFX)
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