30.09.2014 12:59:00

OeNB widmet Gutteil des Medienbudgets für Finanzbildung um

Mehr Wissen über finanzielle Zusammenhänge ist sehr wichtig. Die Oesterreichische Nationalbank hat daher einen "erheblichen" Teil ihres Budgets für Medienarbeit umgewidmet, um die Finanzbildung schon der Jugendlichen in der Schule zu verbessern, sagte OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny am Dienstag bei der FMA-Aufsichtskonferenz.

Die Grundaussage ist laut Nowotny sehr simpel: Achtgeben auf den Zusammenhang zwischen Risiko und Ertrag. Wenn jemand einen hohen Ertrag einer Anlage verspreche, dann müsse der Konsument sofort über das Risiko nachdenken.

Nowotny relativierte auch die derzeit niedrigen Zinsen, die für viel Sparformen unter der Inflation liegen. Eine negative Realverzinsung habe es in den letzten Jahrzehnten in vielen Phasen gegeben, teilweise auch mit viel höheren Werten. Anfang des Jahrtausends seien die Realzinsen für täglich fällige Einlagen mit gut zwei Prozent negativ gewesen, in den "goldenen 70ern" mit vier Prozent, ein Jahr lang sogar mit 5,3 Prozent.

Durch die niedrigen Zinsen würden sich im Gegenzug Schuldner bei den Krediten viel Geld ersparen. Nach dem Global Wealth Report der Allianz hätten sich private Schuldner in Österreich um 80 Mio. mehr an Kreditzinsen erspart, als die privaten Sparer an Zinsertrag verloren haben. Man müsse also die Nachteile für Sparer den Vorteilen der Investoren gegenüberstellen. Langfristig sei es aber sicher sinnvoll, von moderaten positiven realen Zinsen auszugehen. Die Sparquote in Österreich liege mit 6,7 Prozent weiter im europäischen Mittelfeld. Die Österreicher haben 361 Mrd. Euro auf der hohen Kante, davon 167 Mrd. Euro im Bereich der Einlagensicherung.

(Schluss) tsk/cri

WEB http://www.oenb.at/

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