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Frist läuft ab 01.10.2019 18:00:00

OSRAM-Aktie verliert klar: ams will Angebotsfrist für OSRAM-Aktionäre nicht verlängern - Bain gibt auf

OSRAM-Aktie verliert klar: ams will Angebotsfrist für OSRAM-Aktionäre nicht verlängern - Bain gibt auf

Der Sensorspezialist ams schafft parallel zum laufenden Übernahmeangebot für OSRAM weiter Fakten: Die Österreicher erhöhten durch direkte Aktienkäufe weiter ihre Beteiligung an dem deutschen Lichtkonzern und kommen nun auf 19,99 Prozent des Aktienkapitals. Dabei sind die OSRAM-Aktien, die ams im Rahmen der Kaufofferte angedient wurden, noch nicht berücksichtigt.

Damit haben die Österreicher weiter aggressiv OSRAM-Aktien gekauft, denn am Vormittag hatten sie erst eine direkte Beteiligung von 15,25 Prozent gemeldet.

Die Beteiligungshöhe von 19,99 Prozent ist laut ams die anvisierte maximale direkte Beteiligung an OSRAM, die der Konzern vor dem Erhalt regulatorischer Freigaben nicht überschreiten will.

Das Übernahmeangebot für OSRAM läuft noch bis zu diesem Dienstag um Mitternacht. Ob ams hier zum Zuge kommt, ist weiter unklar, denn Bedingung ist das Erreichen einer Mindestannahmeschwelle von 62,5 Prozent. Die Österreicher warben in ihrer Mitteilung erneut bei den OSRAM-Aktionären dafür, die Aktien auch anzudienen.

Mit den parallelen Zukäufen hat ams aber schon einen Fuß in der OSRAM-Tür. Das große Aktienpaket wirkt für alle weiteren potenziellen Interessenten abschreckend wie eine Giftpille. Bei einer Präsenz von 60 Prozent des Kapitals auf einer Hauptversammlung käme ams nämlich schon jetzt auf eine Sperrminorität - auf der bisher letzten Hauptversammlung wurden Beschlüsse mit maximal 53,7 Prozent des eingetragenen Grundkapitals gefasst. Gegen den Willen von ams wird es deshalb keinem weiteren Übernahmeinteressenten mehr gelingen, die erforderliche Dreiviertelmehrheit für einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu organisieren.

Wie der österreichische Sensor-Spezialist am Montagabend mitteilte, endet somit die Frist am Dienstag, den 1. Oktober um 24.00 Uhr. Der Sensorspezialist ams schafft parallel zum laufenden Übernahmeangebot für OSRAM weiter Fakten: Die Österreicher erhöhten durch direkte Aktienkäufe weiter ihre Beteiligung an dem deutschen Lichtkonzern und kommen nun auf 19,99 Prozent des Aktienkapitals. Dabei sind die OSRAM-Aktien, die ams im Rahmen der Kaufofferte angedient wurden, noch nicht berücksichtigt.

Damit haben die Österreicher weiter aggressiv OSRAM-Aktien gekauft, denn am Vormittag hatten sie erst eine direkte Beteiligung von 15,25 Prozent gemeldet.

Die Beteiligungshöhe von 19,99 Prozent ist laut ams die anvisierte maximale direkte Beteiligung an OSRAM, die der Konzern vor dem Erhalt regulatorischer Freigaben nicht überschreiten will.

Das Übernahmeangebot für OSRAM läuft noch bis zu diesem Dienstag um Mitternacht. Ob ams hier zum Zuge kommt, ist weiter unklar, denn Bedingung ist das Erreichen einer Mindestannahmeschwelle von 62,5 Prozent. Die Österreicher warben in ihrer Mitteilung erneut bei den OSRAM-Aktionären dafür, die Aktien auch anzudienen.

Mit den parallelen Zukäufen hat ams aber schon einen Fuß in der OSRAM-Tür. Das große Aktienpaket wirkt für alle weiteren potenziellen Interessenten abschreckend wie eine Giftpille. Bei einer Präsenz von 60 Prozent des Kapitals auf einer Hauptversammlung käme ams nämlich schon jetzt auf eine Sperrminorität - auf der bisher letzten Hauptversammlung wurden Beschlüsse mit maximal 53,7 Prozent des eingetragenen Grundkapitals gefasst. Gegen den Willen von ams wird es deshalb keinem weiteren Übernahmeinteressenten mehr gelingen, die erforderliche Dreiviertelmehrheit für einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu organisieren.

Bain gibt sich in Bieterkampf anscheinend geschlagen

Die mitbietenden Finanzinvestoren Advent und Bain geben sich laut einem Pressebericht nach der jüngst erhöhten Offerte der Österreicher offenbar geschlagen. Das neu formierte Investorenduo verzichte demnach auf Gegenmaßnahmen, berichtete die "Börsen-Zeitung" am Dienstag ohne genauere Quellen zu nennen.

Vor der Erhöhung Ende vergangener Woche hatte ams noch 38,50 Euro geboten. Bain und sein Kooperationspartner Advent hatten ihrerseits zwar angekündigt, dies deutlich zu überbieten, haben aber bislang keinen neuen Preis genannt. Das ursprüngliche Angebot von 35 Euro je Aktie, das Bain zusammen mit dem Finanzinvestor Carlyle unterbreitet hatte, wurde somit inzwischen von ams übertrumpft.

Der bisherige Bain-Partner Carlyle will sich nicht an einer weiteren Erhöhung des Angebots beteiligen. Und mit Blick auf die rund zweiwöchige Prüfungsdauer durch die Bafin könnten Bain und Advent ein verbindliches Angebot ohnehin nicht mehr rechtzeitig vorlegen, sondern nur noch ankündigen, hieß es in der "Börsen-Zeitung".

Die Aktie von ams war am Dienstagmittag etwas stärker gefragt und legte um knapp 3 Prozent zu. Zum Handelsschluss notierte sie noch 1,33 Prozent höher. Voraussetzung für den Erfolg der Österreicher ist nun, ams auf mindestens 62,5 Prozent der OSRAM-Anteile kommt. Diese Schwelle hatte sich ams selbst gesetzt. Medienberichten zufolge ist der zweitgrößte OSRAM-Aktionär, die Allianz-Tochter AGI (Allianz Global Investors), zum Verkauf des eigenen 9-Prozent-Anteils bereit. AGI wollte die Berichte nicht kommentieren.

Dass ams die Schwelle erreicht, ist jedoch nicht sicher. Im OSRAM-Management gibt es Bedenken, ob ams die Übernahme finanziell und organisatorisch stemmen kann. Vorstandschef Olaf Berlien und Aufsichtsratschef Peter Bauer erklärten, sie würden ihre eigenen Aktien nicht an ams verkaufen.

Die meisten großen Investoren warten allerdings bis zum letzten Moment, ehe sie sich entscheiden. Das ams-Angebot läuft am Dienstag um 24.00 Uhr aus. Mit der Bekanntgabe des Ergebnisses wird wegen des Tags der deutschen Einheit erst am Freitag gerechnet.

Nach dem Ende der Annahmefris haben die Banken, die die Aktiendepots verwalten, 48 Stunden Zeit, um die Ergebnisse zu übermitteln, wie eine Sprecherin von ams erklärte.

Bei OSRAM könnte die Kursfantasie etwas weichen

Der seit Monaten stark gestiegene OSRAM-Kurs ist am Dienstagmittag unter Druck geraten. Zum Handelsschluss büßten die im Fokus eines Übernahmegefechts stehenden Aktien 0,5 Prozent auf 40,15 Euro ein.

Zuvor waren sie vom Tief im Juni bei 24,60 Euro um zwei Drittel gestiegen und hatten am Freitag mit 41,02 Euro den von ams gebotenen Übernahmepreis von 41 Euro je Aktie erreicht.

FRANKFURT (Dow Jones)/ (dpa-AFX)

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