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15.07.2020 15:08:38

OTS: Capital, G+J Wirtschaftsmedien / Hotelkette Motel One rechnet mit 80 ...

Hotelkette Motel One rechnet mit 80 Millionen Euro Verlust (FOTO)

Berlin (ots) -

- Auslastung liegt wieder bei ein Drittel, Ostsee-Häuser ausbucht

- Hotelkette verliert weiter Liquidität, Hälfte der Mitarbeiter noch in

Kurzarbeit

- Expansion soll laut Gründer Dieter Müller trotzdem weitergehen

Motel One-Gründer Dieter Müller rechnet trotz der Lockerung im Tourismus mit

einem hohen Verlust seiner Hotelkette in diesem Jahr. "Wir gehen davon aus, dass

wir in diesem Jahr 80 Mio. Euro Verlust schreiben werden", sagte er dem

Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Heft 8/2020, EVT 16. Juli). Derzeit liege die

Auslastung seiner 74 Hotels bei im Schnitt ein Drittel - erst bei 45 bis 40

Prozent erreiche er den Breakeven. "Das Feuer brennt nicht mehr lichterloh",

sagte er. "Wir verlieren aber weiter Liquidität. Unsere Planungen sehen vor,

dass sich das bis Jahresende hinzieht."

Insgesamt zeigte sich Müller optimistischer gestimmt als noch im Lockdown. "Wie

sehen in vielen Ländern Licht am Ende des Tunnels", sagte Müller. Die Auslastung

in Deutschland, Österreich und der Schweiz steige, Stadthotels wie München oder

Hamburg seien gut nachgefragt, in Städten wie Rostock oder Lübeck an der Ostsee

sei man sogar ausgebucht. Noch immer aber seien die Hälfte der Mitarbeiter in

Kurzarbeit.

Müller hatte Motel One im Jahr 2000 gegründet und mit günstigen Preisen, guten

Lagen und auffälligen Designkonzepten die Marke bekannt und beliebt gemacht.

2019 war Motel One noch um 15 Prozent gewachsen, setzte 562 Mio. Euro um und

machte 129 Mio. Euro Gewinn. Der Notfallbetrieb im Lockdown kostete Müller 20

Mio. Euro Liquidität im Monat, Staatshilfen nahm er Dank eines guten

Eigenkapitalpolsters keine in Anspruch. Müller regte an, dass Unternehmen in den

kommenden Jahren noch höhere Verlustvorträge geltend machen können sollen als

geplant.

Die rasante Expansion der Gruppe - derzeit sind rund 20 Projekte in der Planung

- solle aber weitergehen, sagte Müller. Baustellen könnten sich verzögern, weil

sie unterbrochen wurden oder Investoren Termine verschoben hätten. "Es ist

wichtig, in diesem Sturm zu stehen" sagte Müller. "Wir haben uns schnell

angepasst."

Pressekontakt:

Horst von Buttlar

Redaktion CAPITAL

Telefon: 030/220 74-5100

E-Mail: buttlar.horst@capital.de http://www.capital.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/8185/4653208

OTS: Capital, G+J Wirtschaftsmedien

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