Wettbewerbsaufsicht 05.02.2020 11:37:45

Post nimmt auf Druck der Netzagentur Paketpreiserhöhungen zurück

Post nimmt auf Druck der Netzagentur Paketpreiserhöhungen zurück

Die Bonner Wettbewerbsaufsicht hatte in der vergangenen Woche angekündigt, die Entgelterhöhung nachträglich zu prüfen, weil diese im Vergleich zu den tatsächlich anfallenden Kosten möglicherweise überzogen sei und unter normalen Wettbewerbsbedingungen nicht verlangt werden könnte.

"Es gibt deutliche Hinweise, dass die Post einseitig zu Lasten von Privatkunden ungerechtfertigte Erhöhungen der Paketpreise vorgenommen hat", hatte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, erklärt.

Die Post hatte Päckchen- und Paketpreise für Privatkunden am 1. Januar nach drei Jahren Preisstabilität im Durchschnitt um 3 Prozent angehoben und dies mit deutlichen Kostensteigerungen im Personal- und Transportbereich und umfangreiche Investitionen in Qualitäts- und Serviceverbesserungen begründet.

Die Rücknahme der Preiserhöhungen begründete die Deutsche Post nun damit, dass ansonsten ein langwieriger Rechtsstreit mit ungewissem Ausgang zu erwarten sei. Die Bewertung der Bundesnetzagentur teile das Unternehmen indes nicht. Aus technischen Gründen, wie etwa der nun notwendigen Anpassungen der IT-Systeme und der Kundeninformationen, die in den mehr als 24.000 Annahmestellen physisch vorgehalten werden müssten, sei die Rücknahme erst zum 1. Mai 2020 möglich. Bis dahin behalten die aktuellen Preise ihre volle Gültigkeit.

FRANKFURT (Dow Jones)

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