Stimmrechte gesichert 16.11.2022 14:53:00

ProSieben-Aktie verliert klar: ProSiebenSat.1 mit Umsatzrückgang - Gesenkte Jahresprognose bleibt - will Sky Deutschland nicht kaufen

ProSieben-Aktie verliert klar: ProSiebenSat.1 mit Umsatzrückgang - Gesenkte Jahresprognose bleibt - will Sky Deutschland nicht kaufen

Derzeit lägen "keine Anhaltspunkte für einen der Beherrschung vergleichbaren Einfluss der MFE, etwa durch personelle Verflechtungen auf der Leitungsebene, Zustimmungsvorbehalte oder enge Zulieferbeziehungen, vor", teilte die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) am Mittwoch mit.

Die italienische Medienholding MFE-Mediaforeurope (ehemals Mediaset), die von der Familie Berlusconi kontrolliert wird, hat ihre direkte Beteiligung zwar von zuletzt 24,26 Prozent im November auf 22,72 Prozent gesenkt, sich inklusive Derivaten aber Zugriff auf 29,01 Prozent der Stimmrechte gesichert. Der Stimmrechtsanteil über Finanzinstrumente stieg deutlich auf 6,29 Prozent von 0,74 Prozent, wie aus einer Pflichtmitteilung des MDAX-Konzerns Anfang des Monats hervorging.

MFE verfüge über keine Stimmrechtsmehrheit bei der ProSiebenSat-Gruppe, da Finanzinstrumente für die medienkonzentrationsrechtliche Prüfung nicht entscheidend seien. "Der MFE und damit auch Silvio Berlusconi sind die Programme der Prosiebensat.1-Gruppe daher derzeit nicht zuzurechnen", teilte die KEK mit.

MFE-Mediaforeurope hält bereits seit geraumer Zeit einen bedeutenden Anteil an ProSieben, was immer wieder für Übernahmespekulationen sorgt.

ProSiebenSat.1 Media-Aktie fallen via XETRA zeitweise um 2,92 Prozent auf 8,38 Euro zurück.

FRANKFURT (Dow Jones)

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Bildquelle: Jan Pitman/Getty Images,Holger Rauner © ProSiebenSat.1 Media AG