07.12.2017 13:08:00

Raiffeisen-Chefanalyst: Komfortables Wirtschaftswachstum für 2018

Österreichs Wirtschaft befindet sich auch die nächsten Jahre weiterhin auf einem komfortablen Wachstumsniveau. Anzeichen für eine befürchtete abrupte Abschwungsphase gebe es keine. Bis 2019 soll sich das heimische Wirtschaftswachstum weiterhin über EU-Durchschnittsniveau halten, erklärte Peter Brezinschek, Chefanalyst der Raiffeisen Research heute, Donnerstag, bei einem Pressegespräch in Wien.

Das moderate Wirtschaftswachstum Österreichs der letzten Jahre wird auch weiterhin anhalten. Brezinschek prognostiziert ein Wachstum von 2,5 Prozent für das kommende Jahr und 1,7 Prozent für 2019. Damit befinde man sich immer noch über dem Durchschnitt der Eurozone mit 1,2 Prozent. Obwohl der Höhepunkt der Aufwärtsphase voraussichtlich Ende diesen Jahres erreicht sein werde, seien Sorgen um einen abrupten Abschwung unbegründet. Im Vergleich zu vorangegangenen Konjunkturzyklen zeichne sich der jetzige nämlich durch relativ konstantes Wachstum nach oben, jedoch mit weniger starken Ausschlägen, aus.

Die optimistische Stimmung spiegelt auch der sogenannte "Purchasing Manager Index" (PMI) wider, ein Indikator für wirtschaftliche Aktivität und Vertrauen der Unternehmen in die Wirtschaft. Demzufolge ist derzeit in Österreich ein historisches Stimmungshoch unter den Unternehmern zu beobachten.

Als bestimmenden Faktor für das Wachstum nennt Brezinschek vor allem das hohe Investitionsvolumen der österreichischen Privatwirtschaft. So befinde man sich derzeit im stärksten Investitionszyklus seit 25 Jahren, mit einem Anstieg von 5,4 Prozent. Getragen werde dies in erster Linie durch verstärkte Aktivitäten im Hochbau - diese seien eine Folge der Immobilienpreisentwicklung und der steigenden Nachfrage nach Ein-Personen-Wohnungen. Zudem seien die Exporte mit einem Anstieg von 6 Prozent wieder in Schwung gekommen, ein Großteil davon in die USA. Dies sei im Hinblick auf die eher protektionistischen Tendenzen der USA eine "Ironie", wie Brezinschek anmerkt.

Mit Blick auf den heimischen Arbeitsmarkt beklagt Brezinschek vor allem das fehlende Potenzial an qualifizierten Fachkräften. Die Nachfrage nach Arbeit nehme zwar generell zu, doch das Angebot hinke aufgrund fehlender Qualifikationen deutlich hinterher. Dies sei laut Brezinschek eine "erschütternde Entwicklung".

Die Inflation der Eurozone werde sich in den kommenden Jahren nach oben bewegen und Ende 2019 mit 1,9 Prozent knapp unter der 2-Prozent Marke liegen. Derzeit liege Österreich über dem Durchschnitt der Eurozonen-Länder.

(Schluss) fwi/tsk/ln

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