12.02.2015 09:27:00

Raiffeisen wird Fusion RBI und RZB diskutieren, wenn Konzept da ist

Der Verlust von knapp einer halben Milliarde Euro in der Bilanz der Raiffeisen Bank International (RBI) trifft auch die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Sie muss auf die Dividende verzichten. RLB-Chef Heinrich Schaller will eine mögliche Fusion von RBI und RZB "sachlich diskutieren", wenn es ein Konzept mit guten Argumenten gibt, sagte er in den "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN).

Der Verlust der RBI schmerze zwar, sei aber nicht existenzgefährdend und auch für die RLB verkraftbar. Die von der RBI getroffenen Maßnahmen zur Neuaufstellung seien richtig. Schaller, seit knapp drei Jahren an der Spitze der RLB Oberösterreich in Linz, wurde in dem Interview auch zu Gerüchten gefragt, er würde wieder nach Wien gehen und die Führung der RBI übernehmen. "Das ist tatsächlich nur ein Gerücht. Und daran ist nichts dran", so der Banker.

Dass sich die RBI, die jetzt einen riesigen Verlust auswies und in einigen Märkten und Geschäften die Notbremse ziehen muss, übernommen hat, sieht Schaller nicht so. "Nein, sie hat lange Zeit gute Arbeit geleistet und gutes Geld verdient. Und man muss auch festhalten, dass in einigen Ländern die Probleme der Politik zuzuschreiben sind. Ob das jetzt Russland, die Ukraine oder Ungarn betrifft."

Ob es zu einer Fusion von RZB und RBI kommen wird? "Derzeit liegt dafür kein Konzept vor", so Schaller. "Sollte es eines mit guten Argumenten geben, wird man das sachlich diskutieren. Wenn nicht, dann nicht. Die Aufräumarbeiten können noch ein bisschen dauern. Aber RBI und RZB werden so aufgestellt, dass sie für den Sektor nicht gefährlich sind."

Nach APA-Informationen wurden mögliche Kapitaleffekte einer solchen Fusion raiffeisen-intern schon einmal durchgerechnet. Ein Ergebnis dieser ersten Rechnungen ist nicht bekannt.

(Schluss) rf/gru

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