Neue Regeln 21.08.2023 17:57:00

RBI-Aktie verleirt: Raiffeisenbank Russland erhöht Gebühren bei Dollarüberweisungen

RBI-Aktie verleirt: Raiffeisenbank Russland erhöht Gebühren bei Dollarüberweisungen

Die Raiffeisenbank Russland hat am Montag eine weitere Maßnahme zur Reduktion ihres Fremdwährungsgeschäfts bekanntgegeben: Ab dem 1. September 2023 betragen Spesen für eingehende Dollarüberweisungen 50 Prozent der Summe, zumindest jedoch 1.000 Dollar und maximal 10.000 Dollar, informierte die russische Tochter der österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI) auf ihrer Homepage.

Begründet wurde die Maßnahme, die formal Privatkunden sowie kleinere Firmenkunden von Raiffeisenbank Russland betrifft, mit veränderten Marktbedingungen und einer deshalb nötigen Reduktion von eingehenden Dollarüberweisungen. "Wir empfehlen Kunden, andere Möglichkeiten zum Erhalt der Zahlung zu verwenden", schrieb die Bank.

Mit Dollar könne man bei "Raif" (Raiffeisen Russland, Anm.) nun gar nichts mehr anfangen, resümierte der russische Bankenblog MarketOverview am Montag. Ausgehende Dollarüberweisungen seien nur noch bei Kunden mit historischen Premiumpaketen sowie für privilegierte Privatkunden möglich und auch in Cash könnten Dollar in der Bank nicht mehr eingezahlt werden.

Nachdem die Raiffeisenbank Russland wegen des sanktionsbedingten Ausschlusses vieler russischer Banken vom SWIFT-System seit 2022 eine wachsende Rolle bei Auslandsüberweisungen gespielt hatte und dafür auch internationaler Kritik ausgesetzt war, hatte sie in den letzten Monaten wiederholt Einschränkungen für ihr Fremdwährungsgeschäft beschlossen. Seit dem 3. Juli waren etwa Euro-Überweisungen aus Russland in zehn Nachfolgestaaten der Sowjetunion sowie in zwei arabische Staaten nicht mehr möglich gewesen. Auch war die Mindestsumme für Euroüberweisungen ins Ausland sukzessive auf 20.000 Euro erhöht worden.

Bereits Ende März hatte die Muttergesellschaft RBI zudem in Wien bekannt gegeben, einen Verkauf oder eine Abspaltung ihres Russlands-Geschäfts anzustreben. Konkrete Schritte einer Umsetzung, die jedenfalls die Zustimmung von Behörden in der EU und in Russland verlangen würde, sind bisher jedoch nicht bekannt geworden. Laut öffentlichen Erklärungen wird derzeit in erster Linie eine Abspaltung angepeilt, die laut kürzlichen Aussagen von RBI-Chef Johann Strobl frühestens Ende Dezember 2023 erfolgen könnte.

Die RBI-Aktie sank in Wien letztlich um 0,62 Prozent auf 12,80 Euro.

APA

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Bildquelle: Raiffeisen Bank International

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