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03.02.2020 17:38:42

ROUNDUP: Evonik übernimmt Peroxychem nach Widerstand der US-Handelsaufsicht

ESSEN (dpa-AFX) - Der Spezialchemiekonzern Evonik hat nach einigem Hin und Her den US-Wasserstoffperoxid-Hersteller Peroxychem übernommen. Vorausgegangen war eine Klage der US-Handelsaufsicht FTC, die ein Gericht in der US-Hauptstadt Washington Ende Januar abgewiesen hatte. Da Peroxychem seit der Bekanntgabe der Transaktion Ende 2018 eine Anlage zur Abwasseraufbereitung in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee in Betrieb genommen habe, sei der Kaufpreis um 15 auf 640 Millionen US-Dollar (586 Mio Euro) gestiegen, wie Evonik am Montag in Essen mitteilte.

"Durch die Übernahme eröffnen wir uns nun vor allem im Markt für umweltfreundliche Desinfektionslösungen zusätzliches Wachstumspotenzial", sagte Evonik-Chef Christian Kullmann laut Mitteilung. So bietet Evonik im Geschäftsbereich Active Oxygens bereits Lösungen rund um Wasserstoffperoxid an, allerdings eher Standardanwendungen. Mit Peroxychem kommen Spezialitäten rund um das Desinfektions- und Bleichmittel Wasserstoffperoxid hinzu, das Chlor ersetzen kann. Anwendungsgebiete sind etwa die Reinigung von Halbleiterfabriken und Anlagen zur Fleischverarbeitung sowie die Abwasserbehandlung.

Neben der FTC hatten auch die kanadischen Kartellwächter ursprünglich Bedenken wegen möglicher zu starker Einschränkungen des Wettbewerbs. Diese konnte Evonik aber mit der Bereitschaft zum Verkauf einer Peroxychem-Fabrik in Prince George in der Provinz British Columbia zertreuen. Größere Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung wird die Veräußerung laut Evonik nicht haben.

Peroxychem steigerte den Angaben zufolge 2019 bei einem in etwa stabilen Umsatz von knapp 300 Millionen Dollar das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um mehr als sechseinhalb Prozent auf 64 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Evonik stellte Anfang November für 2019 ein bereinigtes Ebitda in Höhe von 2,15 Milliarden Euro in Aussicht.

Im Zuge des Peroxychem-Kaufs rechnet der MDAX-Konzern weiterhin mit Einsparungen, etwa in der Produktion und der Logistik. Ab 2022 soll dabei der volle Betrag in Höhe von 20 Millionen Dollar erreicht werden./mis/men/fba

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