12.03.2015 16:52:30

Russische Armee startet landesweite Manöver mit tausenden Soldaten

   MOSKAU (AFP)--Die russische Armee hat am Donnerstag landesweite Manöver mit Beteiligung tausender Soldaten gestartet. Auf der im vergangenen Jahr annektierten ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim und nahe der Grenze zur Ukraine im Südwesten Russlands seien etwa 8.000 Soldaten beteiligt, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Übungen gebe es auch in Armenien sowie in den von Georgien abtrünnigen Kaukasusrepubliken Abchasien und Südossetien. Die Manöver sollen demnach bis zum Monatsende andauern.

   Die auf der Krim stationierte russische Schwarzmeerflotte simulierte den Angaben zufolge den Angriff eines feindlichen Schiffes. In der Ostsee übte die Marine demnach die Abwehr einer Luftangriffs. Nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen fand zudem im Zentrum des Landes ein Manöver mit etwa 2.000 Panzersoldaten statt, bei dem die Eroberung einer Stadt geprobt wurde. In Sibirien übte die Luftwaffe demnach die "elektronische Kriegsführung".

   In Russland finden häufig Großmanöver statt, allerdings in der Regel nur in einer einzelnen Region und mit klar eingegrenzten Übungszielen. Ende Februar startete Moskau bereits Manöver mit etwa 2.000 Soldaten in der westlichen Region Pskow nahe der Grenze zu Estland und Lettland. Ziel war hier, einen feindlichen Flugplatz einzunehmen und zu zerstören. Als Reaktion auf die Übung begannen die USA mit der Entsendung von rund 3.000 Soldaten für drei Monate in die baltischen Nato-Partnerstaaten.

   Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind wegen der Ukraine-Krise stark angespannt. Kiew und die westliche Welt werfen Russland vor, die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine militärisch zu unterstützen. Moskau weist dies zurück. Mitte Februar einigten sich die Beteiligten in der weißrussischen Hauptstadt Minsk auf einen Friedensplan, der unter anderem eine Waffenruhe und den Rückzug schwerer Waffen von der Front vorsieht.

   Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) teilten am Donnerstag mit, die Waffenruhe halte bisher "weitgehend", bewege sich aber "auf dünnem Eis". Wo noch gekämpft werde, geschehe dies mit wesentlich geringerer Intensität, sagte OSZE-Missionschef Alexander Hug. Gewaltsame Auseinandersetzungen gibt es demnach weiter in der Ortschaft Schirokin östlich der ukrainischen Hafenstadt Mariupol und rund um den Flughafen von Donezk.

   DJG/bam

   (END) Dow Jones Newswires

   March 12, 2015 11:50 ET (15:50 GMT)- - 11 50 AM EDT 03-12-15

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