18.03.2015 12:54:00

S Bausparkasse litt 2014 unter niedrigem Zinsniveau

Das allgemein niedrigen Zinsen hat auch die S Bausparkasse 2014 zu spüren bekommen. Der Nettozinsertrag des Immobilienfinanzierers sank gegenüber dem Jahr davor von 105,1 auf 99,6 Millionen Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) gab von 36,5 auf 31,9 Millionen Euro nach und der Jahresüberschuss sank von 39,5 auf 34,5 Millionen Euro, geht aus der aktuellen Bilanz hervor.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden auch um 3,1 Prozent weniger Ansparverträge abgeschlossen als 2013 - in Summe waren es 270.513. Der Gesamtbestand an Sparkonten ging um 1 Prozent auf 1,536.521 leicht zurück.

"Natürlich sind wir beeinflusst von dem niedrigen Zinsniveau, das wir nie für möglich gehalten hätten", sagte der Generaldirektor der Bausparkasse der österreichischen Sparkassen AG, Josef Schmidinger, am Mittwoch bei der Jahrespressekonferenz. "Wer hätte früher jemals gedacht, dass wir über Zinsen bzw. Minuszinsen diskutieren, die um die 0 Prozent herum schlenkern."

Das Motto "Grundbuch statt Sparbuch" als Anlageform habe aber unverändert Gültigkeit. "Die eigenen vier Wände sind immer noch die beste finanzielle Vorsorge", betonte Schmidinger. Das Bausparen als Klassiker sei nach wie vor beliebt - denn die Verzinsung liege immer noch über der Verzinsung für Spareinlagen.

Bei der S Bausparkasse wuchs die Summe der Bauspareinlagen im abgelaufenen Jahr um 1,4 Prozent leicht auf 7,07 Mrd. Euro - das ist rund ein Drittel aller Bauspareinlagen in Österreich. Die Ausleihungen bei dem Unternehmen erreichten einen Wert von 6,83 Mrd. Euro (minus 1,1 Prozent). Die Summe der neuen Bauspardarlehen wuchs im Vorjahr um 5,7 Prozent auf rund 607 Mio. Euro. Die Finanzierungsleistung stieg um 18,1 Prozent auf 809 Mio. Euro.

Die s Wohnbaubank wies für 2014 als Spezialbank des Wohnbaus in Österreich ein EGT von 9,3 Mio. Euro aus (plus 1,8 Prozent. Der Nettozinsertrag gab gegenüber dem Jahr davor von 12,3 auf 11,8 Mio. Euro nach.

Die rumänische S Bausparkasse innerhalb der Erste Group "entwickelt sich im Einlagenbereich gut, aber die Kredite wachsen sehr langsam", berichtete Schmidinger. Es seien dort Bauspareinlagen in Höhe von 570 Mio. Euro gesammelt und somit ein Marktanteil von über 88 Prozent erreicht worden. "Aber wir müssen das Finanzierungsgeschäft stärken - die Ausleihungen müssen steigen."

kre/sp

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