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Trotz höheren Umsatzes 19.01.2017 14:48:00

Sanochemia rutscht wegen nach Pfund-Abwertung in rote Zahlen

Das Ergebnis nach Steuern lag bei minus 555.000 Euro nach plus 384.000 Euro im Geschäftsjahr davor. Der Umsatz stieg um 10,3 Prozent auf 39,3 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (Ebit) sank um 56,7 Prozent auf 713.000 Euro.

"Zurückzuführen ist der Ergebnisrückgang auf die Anlauf- und Einführungskosten für den Launch des neuen MRT-Produktes sowie ein Währungsverlust beim britischen Pfund", teilte das Pharmaunternehmen am Donnerstag mit. Außerdem seien im Vorjahr "außerordentlich hohe Lizenzerträge" erzielt worden, die im Geschäftsjahr 2015/16 wieder im "durchschnittlichen Bereich" gelegen seien.

Weiteres Wachstum will Sanochemia durch die Internationalisierung der Produkte und die Erweiterung des Portfolios mit Spezialprodukten aus der eigenen Forschung und Entwicklung schaffen. Für 2017 erwartet das Unternehmen den Markteintritt in den USA. Dies biete "entsprechendes Potenzial für die Zukunft". Außerdem will Sanochemia am Kontrastmittelmarkt in Europa und den Schwellenländern höhere Umsätze erzielen.

Sanochemia will weiter wachsen

Sanochemia will weiter wachsen und legt einen Fokus auf den US-Markt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 stieg der Umsatz um 10 Prozent auf 39,3 Mio. Euro gestiegen. Im laufenden Geschäftsjahr soll das Umsatzwachstum ähnlich wie im abgelaufenen Jahr ausfallen, sagte Vorstand Klaus Gerdes am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz.

Die Kosten wolle man stabilisieren. Das Ergebnis nach Steuern war im abgelaufenen Geschäftsjahr (per Ende September) mit 555.000 Euro negativ, nach plus 384.000 Euro.

Sanochemia gehe für das laufende Geschäftsjahr von einer ersten Zulassung für ein Produkt in den USA. Wachsen wolle man im Export sowohl in neuen Ländern als auch in jenen, in denen die Sanochemia bereits tätig ist, sowie bei bestehenden und neuen Ländern.

Für das Computertomographie-Kontrastmittel Scanlux wird die US-Zulassung für das laufende Geschäftsjahr erwartet, in dem auch erste Umsätze kommen sollten. Bei Vidon, einem Mittel zur Früherkennung von Blasenkrebs, hat Sanochemia die nun die Notice of Allowance des US-Patent- und Markenamtes bekommen, so F&E-Vorständin Christina Abrahamsberg. Das US-Patent schütze Vidon bis zum Jahr 2035. Für Vidon wird noch ein Lizenzpartner für die klinische Phase III gesucht - für Europa und die USA gemeinsam oder auch getrennt.

Für das Mittel Tolperison zur Behandlung von akuten Muskelkrämpfen und Spastizität hat Sanochemia im März 2016 in den USA das Stoffpatent erhalten, zunächst mit einer Laufzeit bis 2028 mit Verlängerungsoption bis 2032. Heute hat das österreichische Pharmaunternehmen bekanntgegeben, dass sein strategischer US-Partner Neurana Pharmaceuticals die erste Finanzierungsrunde für die weitere klinische Entwicklung gesichert habe. Im Sommer 2017 werde Neurana eine klinische Phase I-Studie zu beginnen, mit der die nicht-sedierenden Eigenschaften von Tolperison im Vergleich zu anderen Produkten bestätigt werden soll.

Stark gestiegen seien im abgelaufenen Geschäftsjahr die Exporte, in Europa, in Asien und im Nahen Osten, wo vor allem im Iran die politischen Veränderungen geholfen hätten, so Gerdes. Verantwortlich für das Umsatzwachstum ist der Bereich Humanpharmazeutika, der mit einem Plus auf 25 Mio. Euro (nach 17,1 Mio. Euro) als einziges Segment zulegte. Das EBIT stieg von 1,1 auf 2,6 Mio. Euro. Gewachsen ist der Umsatz vor allem durch die Ausweitung in den bestehenden Märkten sowie durch die Produkteinführung des neuen MRT-Kontrastmittels Cyclolux, für das Zulassungsanträge in weiteren Exportländern geplant sind.

Operativ sank das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem wegen Einmaleffekten um 56,7 Prozent auf 713.000 Euro. Finanzvorstand Stefan Welzig nannte als Grund für den Rückgang heute drei Einmaleffekte von je einer halben Million Euro, die nicht in vollem Ausmaß kompensiert werden konnten: Pfund-Abwertungen, Materialaufwand sowie Personalaufwand. Man sei optimistisch, diese Einmaleffekte in den Griff zu bekommen. Direkte operative Auswirkungen des Brexit gebe es nicht.

Im Segment Produktion sank der Umsatz von 9 auf 7,5 Mio. Euro, das EBIT von 1,7 auf 1,2 Mio. Euro. Grund für den Umsatzrückgang bei der Fertigung für Dritte war das Auslaufen von alten Produkten. Diese werden durch neue ersetzt. Gerdes erwartet auch in diesem Bereich wieder Wachstum.

Bei Veterinärpharmazeutika sank der Umsatz vor allem wegen des Wegfalls eines wichtigen Vertriebspartners in Deutschland sowie der Rückholung eines Vertriebsproduktes durch den Hersteller von 6,7 auf 6,3 Mio. Euro. Das EBIT war mit 46.000 im Minus, nach einem Plus von 49.000 Euro.

Beschäftigt waren 2015/16 im Durchschnitt unverändert 151 Mitarbeiter.

itz/rf

cri/kre

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