Starke Nachfrage 20.10.2021 20:20:00

Sartorius-Aktie im Plus: Sartorius steigert Umsatz um 50 Prozent und bestätigt Ausblick

Sartorius-Aktie im Plus: Sartorius steigert Umsatz um 50 Prozent und bestätigt Ausblick

In den ersten neun Monaten verzeichnete der DAX-Aufsteiger dank der starken Nachfrage nach Technologien für die Entwicklung und Produktion von Biopharmazeutika ein kräftiges Umsatzplus und nahezu eine Verdopplung des Gewinns. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern.

Der Umsatz legte in den neun Monaten bis Ende September um 50 Prozent auf 2,53 Milliarden Euro zu. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 77 Prozent auf 866 Millionen Euro. Daraus ergab sich eine bereinigte EBITDA-Marge von 34,3 Prozent nach 29,1 Prozent im Vorjahr.

Unter dem Strich verdiente der Göttinger Konzern bereinigt 406 Millionen Euro, ein Plus von 93 Prozent zum Vorjahr. Der Auftragseingang legte um gut zwei Drittel auf 3,29 Milliarden Euro zu.

Im laufenden Jahr rechnet Sartorius weiterhin mit einem Anstieg des Umsatzes um 45 Prozent, die operative EBITDA-Marge soll etwa 34 Prozent betragen. Für 2025 peilt Sartorius weiter einen Konzernumsatz von rund 5 Milliarden Euro und eine operativen Gewinnmarge von rund 32 Prozent an.

Sartorius-Aktie dreht im Verlauf ins Plus

Bei den Anlegern von Sartorius hat am Mittwoch letztlich die Erleichterung über die erfreulichen Quartalszahlen des Labordienstleisters und Pharmazulieferers überwogen. Damit rückte in den Hintergrund, dass das Unternehmen trotz der weiterhin guten Geschäftsentwicklung seine bereits zweimal erhöhten Ziele für dieses Jahr nun lediglich bestätigt und nicht erneut nach oben geschraubt hat. Angesichts dessen waren die Sartorius-Aktien im frühen Handel noch zunächst um mehr als vier Prozent abgesackt. Doch bereits im weiteren Verlauf hatten sich die Papiere peu a peu erholt.

Die Sartorius-Anteilscheine schlossen schließlich 0,90 Prozent im Plus bei 540,80 Euro. Dies ist das höchste Niveau seit Ende September. Der deutsche Leitindex DAX ging derweil kaum verändert aus dem Handel.

Bei Sartorius laufen die Geschäfte weiter auf Hochtouren. Derzeit erlebt der Konzern einen wahren Bestellboom von Herstellern von Impfstoffen und Corona-Tests, an die Sartorius wichtiges Zubehör liefert. Das Geschäft werde weiterhin von bekannten Faktoren angetrieben, kommentierte Analyst Sven Kürten von der DZ Bank: Starker Trend zu Biopharmazeutika, COVID-19 und Übernahmen.

Insofern überraschten die Geschäftszahlen für das dritte Quartal positiv. So hatten Analysten mit etwas weniger Erlösen und einem geringeren Ergebnis gerechnet.

Der Experte Scott Bardo von der Privatbank Berenberg wies derweil darauf hin, dass im Gegensatz zu den vergangenen Quartalen und trotz guter Auftragsdynamik eine weitere Anhebung des Ausblicks ausgeblieben sei. Dies könnte eine konservative Herangehensweise bedeuten, aber auch Ungewissheit widerspiegeln bezüglich zeitnaher Umwandlung von Aufträgen in Umsätze und der Auswirkungen der noch anhaltenden Pandemie.

Die Sartorius-Aktien hangeln sich bereits seit knapp zehn Jahren von Rekordhoch zu Rekordhoch. Seit 2020 hat sich der Aufwärtstrend sogar noch einmal beschleunigt. Die aktuelle Bestmarke wurde Anfang September bei knapp 600 Euro erreicht. Danach setzte eine Korrektur ein, die Mitte Oktober bei einem Zwischentief bei etwas über 483 Euro endete. Die darauf wiederum folgende Erholung wurde nun an diesem Mittwoch nur zwischenzeitlich unterbrochen.

Seit Jahresanfang gerechnet steht bei den Papieren von Sartorius aber immer noch ein Plus von gut 57 Prozent zu Buche. Das ist der größte Wertzuwachs aller nunmehr 40 im DAX vertretenen Papiere. Der hiesige Leitindex ist in diesem Zeitraum um gut 13 Prozent gestiegen.

Aus charttechnischer Sicht bleibt das Bild dank der jüngsten Erholung vom Zwischentief immer noch positiv. So notiert der Kurs aktuell knapp über der 100-Tage-Durchschnittsnline und komfortabel über der viel beachteten 200-Tage-Linie. Diese Kurven gelten als Maßstab für die langfristige Entwicklung.

FRANKFURT (Dow Jones) / FRANKFURT (dpa-AFX)

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Bildquelle: T. Schneider / Shutterstock.com

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