Bilanzvorlage bis Ende 2018 29.08.2018 17:54:00

Steinhoff-Aktie fester: Steinhoff erklärt Krise für vorerst abgewendet

Steinhoff-Aktie fester: Steinhoff erklärt Krise für vorerst abgewendet

Die vom Unternehmen angeheuerten Prüfer von PwC dürften ihre Untersuchung bis Ende 2018 "im Wesentlichen" abgeschlossen haben, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Unternehmenspräsentation hervorgeht. Eventuelle Schuldige würden zur Verantwortung gezogen. Die verschobene Bilanzvorlage für das abgelaufene Geschäftsjahr soll ebenfalls bis Ende 2018 vorliegen, die geprüften Ergebnisse für die laufende Berichtsperiode sollen bis Januar 2019 folgen.

Steinhoff -Manager waren zur Wochenmitte im südafrikanischen Parlament zu einer Anhörung geladen. Die amtierende Aufsichtsratschefin Heather Sonn und Geschäftsführer Louis du Preez erklärten die Gefahr eines Zusammenbruchs des Unternehmens mit 120 000 Mitarbeitern für vorerst abgewendet, nachdem die Gläubiger des krisengeschüttelten Ikea-Rivalen einer dreijährigen Verlängerung der Kreditlaufzeiten zugestimmt haben. Im Zuge des Rettungsplans wurden auch Teilverkäufe besiegelt, der Konzern bezahlte unter anderem Schulden in Afrika.

Der Bilanzskandal beim Unternehmen hatte auch tiefgreifende personelle Konsequenzen in der obersten Führungsebene nach sich gezogen. Unter anderem musste Konzernchef Markus Jooste gehen, und der frühere Großaktionär und Ex-Verwaltungsratschef Christo Wiese zog sich zurück. Mehr als 95 Prozent des Börsenwerts wurden jedoch vernichtet. Das Papier ist nunmehr ein Pennystock und kostet aktuell rund 17 Euro-Cent.

Die Steinhoff-Aktie klettert im Xetra-Handel am Mittwoch bis zur Schlussglocke um 26,30 Prozent auf 0,17 Euro.

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JOHANNESBURG/AMSTERDAM (dpa-AFX)

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Bildquelle: Steinhoff International Holdings N.V.