12.03.2015 14:03:00

Steuern: Aktienforum und Grundbesitzer protestieren

Noch bevor die Regierung die Steuerreform vorgestellt hat, protestieren die mutmaßlich betroffenen Lobbygruppen bereits dagegen. Das Aktienforum, eine Interessensvertretung von börsenotierten Unternehmen und Finanzwirtschaft, wehrt sich gegen die höhere Besteuerung von Dividenden. Klar gegen die geplante Anhebung der Grunderwerbssteuer spricht sich der Verband der "Land&Forst Betriebe" aus.

Das Aktienforum protestiert "vehement gegen jede weitere Belastung des Kapitalmarkts und seiner Privatanleger". "Eine Anhebung der KESt hätte eine äußerst negative Signalwirkung auf Unternehmen und den heimischen Kapitalmarkt", so Präsident Robert Ottel in einer Aussendung. Er kritisiert, "dass damit auch der Mittelstand massiv belastet würde, da rund 20 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher Wertpapiere besitzen". Ottel plädiert stattdessen für eine Anhebung der Grundsteuer.

"Eine weitere Erhöhung der Grunderwerbsteuer ist nichts anderes als eine Erbschaftssteuer durch die Hintertür", kritisiert Felix Montecuccoli, der Präsident der Vereinigung der "Land & Forst Betriebe Österreich". Er erinnert daran, dass die Grunderwerbssteuer erst voriges Jahr neu geregelt wurde und spricht von einem "Angriff" auf das Eigentum und damit auf die "freie demokratische Gesellschaft".

Auch die Junge Wirtschaft protestiert gegen zusätzliche Steuern zur Gegenfinanzierung: "Die Steuerreform darf nicht zu einem zusätzlichen Betonklotz werden." Unzufrieden sind auch die "Tierfreunde Österreich", weil eine höhere Mehrwertsteuer auf Tiernahrung droht.

(Schluss) has/bei

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