12.03.2015 13:52:00

Steuerreform - Opposition kritisch, Seniorenvertreter optimistisch

Kurz vor Verhandlungsabschluss haben sich die Oppositionsparteien kritisch zur Steuerreform gezeigt. Die NEOS befürchten etwa einen "Angriff auf das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft". Optimistisch hingegen zeigte sich gegenüber der APA Pensionistenverbandschef Karl Blecha: "Was bisher durchsickert, ist positiv."

Die Steuerreform sei Thema Nummer eins in einer Vorstandssitzung des Pensionistenverbands gewesen, so Blecha. "Die erstmalige Einbeziehung der Pensionisten in die Gutschriftsregelung, die den Pensionisten bisher vorenthalten wurde, war der Knackpunkt. Jetzt erfolgt der Durchbruch", erklärte er am Donnerstag. Die Steuerreform werde den Pensionisten "mehr Geld im Börsel" bringen, zeigte sich Blecha überzeugt und verwies auf die im Rahmen der Unterschriftenaktion zu dieser Forderung erzielten 1,1 Mio. Unterstützer von ÖGB und Pensionistenverband.

Die "rot-schwarze Giftküche plant eine Schnitzel-Steuer", warnten die Freiheitlichen in einer Aussendung. "Dieses üble Menü wird weder den Wirten noch den Gästen schmecken", stellte Generalsekretär Herbert Kickl fest. Er fürchtet, dass die Steuerreform "mehr oder weniger zur Gänze" von den Bürgern selbst bezahlt wird.

Die NEOS kritisierten eine etwaige Erhöhung der Kapitalertragsteuer auf Dividenden von 25 auf 30 Prozent, denn dies würde vor allem Familienunternehmen teuer zu stehen kommen. Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn warnte daher vor einem "neuerlichen Belastungspaket". Er befürchtet weiters, dass die Grünen für eine Verfassungsmehrheit im Parlament zur Verfügung stünden.

"Rot und Schwarz wollen Tierfreunde schröpfen", hieß es in einer Aussendung des Team Stronach. "Die angepeilte Erhöhung der Mehrwertsteuer für einzelne Produktgruppen von 20 Prozent wird zu einer versteckten Tiersteuer", ärgerte sich Tierschutzsprecherin Ulla Weigerstorfer. "Das trifft nicht nur die vielen tausenden Hunde- und Katzenfreunde - oft Pensionisten mit Mindestrente - sehr hart. Auch Familien, die doch eigentlich entlastet werden sollten, werden somit zur Kasse gebeten."

(Schluss) jul/bei

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