26.10.2014 17:01:00

Stresstest - Ministerium: Banken stabil, doch kein Grund zum Ausruhen

Ähnlich wie die deutsche Finanzpolitik, die trotz der positiven Stresstest-Bilanz bei ihren Banken keinen Grund für Selbstzufriedenheit ortet, sieht man die Resultate für die heimischen Banken in Österreich. Für das Finanzministerium in Wien belegt das Ergebnis, dass der österreichische Finanzsektor stabil aufgestellt sei. Es sei aber wichtig, die bisherigen Anstrengungen fortzusetzen.

Weitere Anstrengungen seien nötig, um künftigen Herausforderungen zu begegnen und Österreichs Finanzsektor im internationalen Wettbewerb stabil zu halten, befand das Ministerium in einer Aussendung. Bis auf die ÖVAG haben alle bestanden.

Die Grünen sehen die vom Finanzministerium hervorgehobene Stabilität allerdings "mit unverantwortlich vielen Milliarden Steuergeld erkauft." Nach Einschätzung des Grünen Vizeklubobmanns Werner Kogler wird sich in wenigen Jahren herausgestellt haben, "dass diese ganze vom Steuerzahler finanzierte Bankenretterei weit mehr als 15 Milliarden Euro gekostet haben wird." Alein schon wegen der Hypo Alpe Adria und Kommunalkredit. In der jetzt durchgefallenen und abzuwickelnden ÖVAG sei mehr als eine Milliarde Steuergeld untergegangen.

Im Finanzministerium wurde festgehalten, dass die ÖVAG der Simulation schon vor rund einem Monat proaktiv vorgegriffen und ein Lösungskonzept vorgelegt habe. Das Konzept werde vom Finanzministerium wohlwollend zur Kenntnis genommen und unterstützt. Nun liege es an den Aufsehern, diesen Plan zu prüfen. Der Bund hält 43,4 Prozent an der ÖVAG. Für das Finanzressort als Vertreter der Steuerzahler sei entscheidend, dass kein frisches Steuergeld zur Restrukturierung der ÖVAG nötig ist.

(Schluss) rf/tsk

WEB http://www.ecb.int

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