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08.04.2021 13:42:41

Studie empfiehlt Milliarden-Investitionen in Wärmenetze

BERLIN (Dow Jones)--Um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen, müssen laut einer Studie vor allem in urbanen Ballungsräumen Milliarden in die Fernwärmeversorgung investiert werden. Bis zum Jahr 2030 sei - in Abhängigkeit der nationalen Klimaschutzambitionen für die Fernwärme - ein mittleres jährliches Fördervolumen von mindestens 1 bis 1,8 Milliarden Euro angemessen, heißt es in einer Analyse des Hamburg Instituts (HI) und der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft in München (FfE) im Auftrag des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Der geringste ausgewiesene Anteil klimaneutraler Wärmequellen an der Fernwärmeerzeugung liege 2050 dann bei über 70  Prozent.

Dazu seien massive Investitionen in Großwärmepumpen, aber auch in Technologien wie Power-to-Heat (PtH), Solarthermie Geothermie und Abwärme etwa aus thermischen Abfallverwertungsanlagen nötig. Die Studienautoren betrachten auch die Absenkung der Netztemperaturen und die Integration von Wärmespeichern. Dagegen spielen Biomasse und synthetische Brennstoffen für das Zieljahr 2050 nur eine vergleichsweise geringere Rolle.

Die Studienautoren fordern daher, die "Bundesförderung effiziente Wärmenetze" zu verstetigen und besser auszustatten. "Der Aus- und Umbau der Fernwärme hin zur Nutzung Erneuerbarer Energien erfordert verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen und ein stabiles Finanzierungsinstrumentarium", erklärte auch BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae. Das Förderprogramm müsse endlich für die investitionswilligen Fernwärmeunternehmen nutzbar werden, nachdem das Förderprogramm bereits im Mai 2017 angekündigt worden sei, so Andreae.

Die Studie empfiehlt zudem eine Anpassung der Wärmelieferverordnung, die in ihrer bisherigen Form den Umstieg von fossil befeuerten Heizkesseln auf grüne Fernwärme in Bestandsgebäuden verhindere. Die Verordnung sollte stattdessen zukünftige Entwicklungen mit der CO2-Bepreisung in den Blick nehmen.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/sha

(END) Dow Jones Newswires

April 08, 2021 07:43 ET (11:43 GMT)

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