Operatives Ergebnis sackt ab 10.01.2019 17:51:41

Südzucker-Aktie steigt dank Hoffnungsschimmer: Preisverfall reißt Südzucker in die roten Zahlen

Südzucker-Aktie steigt dank Hoffnungsschimmer: Preisverfall reißt Südzucker in die roten Zahlen

Unter dem Strich stand in den drei Monaten bis Ende November ein Verlust von 31 Millionen Euro nach einem Gewinn von 32 Millionen ein Jahr zuvor, wie das im SDAX gelistete Unternehmen am Donnerstag in Mannheim mitteilte. Während der Umsatz um fünf Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zurückging, sackte auch das operative Ergebnis mit 23 Millionen Euro ins Minus.

Der Zucker-Export lag infolge der geringen Ernte im extrem trockenen Sommer niedriger als im Vorjahr. Insgesamt legte der Absatz zu. Wegen geringerer Preise gingen die Erlöse dennoch zurück. Auch für das gesamte Geschäftsjahr bis Ende Februar erwartet die Südzucker-Führung im Bereich Zucker einen "deutlichen" Umsatzrückgang.

An seiner bereits im September gesenkten Prognose bis Ende Februar hält das Management fest. So soll der Konzernumsatz 6,6 bis 6,9 Milliarden Euro erreichen. Das operative Gewinn soll zwischen 25 bis 125 Millionen Euro liegen. Im Vorjahr hatte er noch 445 Millionen Euro erreicht.

Das macht die Südzucker-Aktie

Die Hoffnung auf wieder steigende Zuckerpreise hat die Aktien von Südzucker am Donnerstag angetrieben. Nach dem Zwischenbericht zum dritten Geschäftsquartal machten die Papiere anfängliche Verluste von mehr als 3 Prozent schnell wett und drehten ins Plus. Bis Börsenschluss gewannen die Anteilsscheine des Zuckerproduzenten unter den Favoriten im Nebenwerteindex SDAX 7,74 Prozent auf 12,66 Euro.

Damit testeten die Aktien erneut ihre 50-Tage-Linie. Sie gilt als Indikator für den mittelfristigen Trend am Markt. Um solche markanten Kursmarken herum platzieren Anleger oft automatische Kaufaufträge, um nach längeren Kursrückgängen wieder einzusteigen. Solche automatischen Aufträge können die Aktienkurse steigen lassen, da dann viele Papiere gleichzeitig nachgefragt werden.

Der Fachmann John Ennis von der US-Bank Goldman Sachs geht nach dem Quartalsbericht allenfalls von leicht sinkenden Markterwartungen aus. Insgesamt bleibt er mit seiner Verkaufsempfehlung aber klar negativ, rechnet mit zwei Verlustjahren und möglichen Dividendenausfällen.

Südzucker leidet bereits seit Monaten unter dem Auslaufen der Zuckermarktordnung der Europäischen Union im Jahr 2017. Die Vorschrift hatte fast fünf Jahrzehnte lang unter anderem Mindestpreise für Zuckerrüben festgelegt. Infolgedessen sackte der Aktienkurs von seinem Zwischenhoch im Oktober 2016 bei knapp 26 Euro auf unter 11 Euro im Dezember letzten Jahres ab. Die schwache Kursentwicklung hatte Südzucker im Frühjahr 2018 den Platz im Mittelwerte-Index MDAX gekostet.

/stw/fba

MANNHEIM (dpa-AFX)

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Bildquelle: ah,Südzucker

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