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Verkauf von Aktienkapital 20.10.2020 17:50:00

TeamViewer-Aktie bricht ein: Permira macht bei TeamViewer Kasse

TeamViewer-Aktie bricht ein: Permira macht bei TeamViewer Kasse

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Börsengang und zwei Platzierungen im März und Mai verkaufte Permira in der Nacht von Montag auf Dienstag weitere Anteile und nahm damit fast eine Milliarde Euro ein. Damit summieren sich die Erlöse aus Aktienverkäufen durch den Börsengang und danach auf etwas mehr als 4,8 Milliarden Euro. Zudem ist das 28-prozentige Aktienpaket, das Permira noch hält, derzeit rund 2,5 Milliarden Euro wert. Permira hatte TeamViewer erst 2014 für rund 870 Millionen Euro gekauft und dann im Herbst 2019 an die Börse gebracht.

Beim größten deutschen Tech-Börsengang seit dem Platzen der Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende konnte der Investor 2,2 Milliarden Euro erlösen. Zudem nutzte der Finanzinvestor den Kursanstieg der Aktie in diesem Jahr inzwischen zu drei Anteilsplatzierungen. Das Unternehmen TeamViewer ist einer der Gewinner der Corona-Krise. Die Göppinger profitieren von einer hohen Nachfrage nach Fernwartungs- und Homeoffice-Software. Die im MDAX notierte Aktie stieg in diesem Jahr bis zum XETRA-Schluss am Montag um 45 Prozent und zählt damit zu den besten deutschen Titeln seit Ende 2019.

Am Dienstag sackte das Papier wegen der weiteren Platzierung durch Permira im XETRA-Handel letztlich um 8,35 Prozent auf 42,24 Euro ab. Bei den anderen beiden Anteilsverkäufen in diesem Jahr konnte die Aktie die jeweiligen Rückschläge immer schnell wieder ausbügeln. Zuletzt war jedoch bei der Aktie ein wenig die Luft raus. So bröckelte der Kurs vom Anfang Juli erreichten Rekordhoch von knapp 55 Euro in den vergangenen Monaten etwas inmitten von Zweifeln daran, dass TeamViewer das Wachstumstempo halten kann. Das Management hatte nach dem rasanten Wachstum im ersten Halbjahr ohnehin eine Normalisierung in Aussicht gestellt.

Trotz des jüngsten Dämpfers können sich Erstzeichner des Börsengangs über ein Kursplus von rund 75 Prozent bis Montagabend freuen. Neben dem Investor Permira und den Aktieninvestoren zählen auch Konzernchef Oliver Steil und Finanzvorstand Stefan Gaiser zu den Gewinnern des Börsengangs. Wegen des Erfolgs des Unternehmens am Kapitalmarkt bekamen sie 2019 eine Vergütung von 41 Millionen Euro beziehungsweise 21 Millionen Euro - einen Großteil davon direkt von Permira.

/zb/men/fba

GÖPPINGEN (dpa-AFX)

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