27.11.2014 11:08:00

Touristiker fuhren im Sommer 20-Jahres-Hoch bei Nächtigungen ein

Auch wenn der Sommer in den Köpfen der Menschen als ungewöhnlich schlecht abgespeichert ist, lässt sich das nicht an den Tourismuszahlen ablesen. Die Betriebe verzeichneten in der Sommersaison (Mai bis Oktober) das beste Nächtigungsergebnis seit 20 Jahren, geht aus vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria hervor. Bei der Gästezahl wurde erstmals die 20-Millionen-Marke überschritten.

Die aktuell 67,16 Mio. Nächtigungen (+1,0 Prozent) seien zuletzt in der Sommersaison 1994 mit 69,60 Mio. übertroffen worden, so die Statistik am Donnerstag. Dabei stiegen sowohl inländische (+0,4 Prozent) als auch ausländische Übernachtungen (+1,3 Prozent). Die Zahl der Gäste (Ankünfte) legte um 3 Prozent auf 20,55 Mio. zu. Auch hier trugen inländische (+2,4 Prozent) und ausländische Ankünfte (+3,3 Prozent) zu dem insgesamt positiven Sommerergebnis bei.

Dennoch entwickelten sich die Herkunftsmärkte unterschiedlich. Den stärksten Rückgang gab es bei Gästen aus Russland (-11,3 Prozent). Auch der zweitwichtigste ausländische Herkunftsmarkt Niederlande war mit 0,5 Prozent leicht rückläufig. Bei deutschen Gästen, die 37 Prozent aller Nächtigungen stellen, gab es ein leichtes Plus von 0,5 Prozent bei den Nächtigungen.

Während in der Sommersaison mehr Übernachtungen von Gästen aus der Schweiz (+1,6 Prozent), Großbritannien (+3,0 Prozent), Belgien (+2,3 Prozent), der Tschechischen Republik (+5,1 Prozent), Ungarn (+7,3 Prozent) und Polen (+8,7 Prozent) verzeichnet wurden, entwickelten sich die Übernachtungszahlen von italienischen (-3,5 Prozent) und französischen (-1,1 Prozent) Gästen rückläufig.

Verglichen mit 1994 hat sich die Gästestruktur deutlich verändert. Hielten Übernachtungen von deutschen und österreichischen Gästen 1994 noch einen Anteil von 76,4 Prozent, so waren es in der nun abgelaufenen Sommersaison 65,4 Prozent. Der Rückgang deutscher Nächtigungen um fast 30 Prozent in diesem Zeitraum wurde durch andere ausländische Herkunftsmärkte wie Tschechien (+365 Prozent), Polen (+230 Prozent), Ungarn (+120 Prozent) oder Rumänien (+570 Prozent) kompensiert.

Im bisherigen Kalenderjahr (Jänner bis Oktober 2014) wurde ein leichter Rückgang bei den Übernachtungen um 0,8 Prozent auf rund 116,69 Mio. verzeichnet. Bei den Ankünften hingegen wurde mit einer Zunahme von 1,8 Prozent auf 32,66 Mio. ein neuer Höchstwert erreicht.

Im Monat Oktober stiegen die Übernachtungen um 3,6 Prozent auf 7,03 Millionen.

(GRAFIK 1399-14, Format 88 x 100 mm) (Schluss) kan/ggr

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