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Finanzverschuldung 17.08.2020 12:51:41

TUI bittet Anleiheinhaber, auf Verschuldungsbegrenzung zu verzichten

TUI bittet Anleiheinhaber, auf Verschuldungsbegrenzung zu verzichten

Die darin festgeschriebene Begrenzung der Finanzverschuldung der TUI soll ausgesetzt werden, um dem Konzern den Zugang zu weiteren Staatshilfen zu ermöglichen. Das kürzlich vereinbarte weitere Stabilisierungspaket über 1,2 Milliarden Euro der Förderbank KfW und des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Anleihegläubiger. Diese rief der Konzern nun zu einer Abstimmung ohne Versammlung in der Zeit vom 4. bis 8. September auf.

Die Anleihebedingungen der am 26. Oktober 2021 fälligen und mit 2,125 Prozent verzinsten Anleihe über 300 Millionen Euro müssen bis zum 30. September geändert werden. Die Zustimmung sei "für den Zugang der TUI zu den zugesagten zusätzlichen Finanzhilfen bis zum Fälligkeitsdatum der im Oktober 2021 fälligen Anleihe von großer Bedeutung", mahnte der Konzern.

TUI hatte die Einigung mit der Bundesregierung auf ein zusätzliches Stabilisierungspaket am 12. August bekannt gegeben. Es umfasst neben einer Aufstockung der bestehenden Kredittranche um 1,05 Milliarden Euro auch eine Wandelanleihe über 150 Millionen Euro. Um die Corona-Krise überbrücken zu können, hatte der Konzern bereits im April einen Hilfskredit der KfW in Höhe von 1,8 Milliarden Euro bekommen. Nach Angaben von TUI wird das neue Paket im aktuellen volatilen Marktumfeld ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen, um die touristische Saisonalität im kommenden Winter sowie weitere längerfristige Reisebeschränkungen und Beeinträchtigungen durch Covid-19 abzudecken.

FRANKFURT (Dow Jones)

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Bildquelle: TUI