Versicherer Zurich hält Dividende trotz Gewinnrückgang stabil | 11.02.21 | finanzen.at

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11.02.2021 08:37:13

Versicherer Zurich hält Dividende trotz Gewinnrückgang stabil

Zürich (Reuters) - Zahlungen für Schäden durch die Corona-Krise und Naturkatastrophen haben den Gewinn der Zurich Insurance Group im Jahr 2020 geschmälert.

Unter dem Strich standen 3,83 Milliarden Dollar, ein Rückgang zum Vorjahr von acht Prozent, wie Europas fünftgrößter Versicherungskonzern am Donnerstag mitteilte. An die Aktionäre sollen 20 Franken je Aktie ausgeschüttet werden und damit gleich viel wie im vergangenen Jahr. Die zuletzt bezahlte Dividende gilt bei Zurich als Untergrenze.

Die Zahlungen für die Folgen der Covid-19-Pandemie wie etwa Betriebsunterbrechungen oder der Ausfall von Großveranstaltungen summierten sich auf 852 Millionen Dollar. Katastrophenschäden, allen voran eine heftige Hurrikan-Saison in Nordamerika, schlugen bei dem Schweizer Versicherer mit weiteren 588 Millionen Dollar zu Buche und kamen Zurich damit teurer zu stehen als 2019.

In der Kernsparte Schaden- und Unfallversicherung, die für gut zwei Drittel der Prämieneinnahmen steht, verschlechterte sich der sogenannte Schaden-Kosten-Satz um zwei Prozentpunkte auf 98,4 Prozent. Zahlungen für Schäden und Verwaltung waren damit durch Prämieneinnahmen nur noch knapp gedeckt. Die Forderungen für Corona-bedingte Schäden betrugen nach Berücksichtigung der tieferen Schadenhäufigkeit 450 Millionen Dollar und lagen damit auf dem von Zurich veranschlagten Niveau.

In der Lebensversicherung brachen die Prämieneinnahmen um 27 Prozent ein. Der Rückgang resultierte zu einem guten Teil durch die Einschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie, die auf dem Vertrieb von Lebensversicherungspolicen lasteten. Der Konzern trennte sich aber auch von Geschäften.

Insgesamt erzielte Zurich im vergangenen Jahr mit 50,56 Milliarden Dollar leicht höhere Prämieneinnahmen. Der Konzern sieht sich weiterhin stark kapitalisiert.