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In Gesprächen 07.04.2021 17:51:00

VIG: Erwerb der Aegon-Gesellschaften von Ungarn vorerst verhindert - Aktie gewinnt

VIG: Erwerb der Aegon-Gesellschaften von Ungarn vorerst verhindert - Aktie gewinnt

Man habe Dienstagnachmittag einen Bescheid erhalten, in dem das ungarische Innenministerium mitteile, dass der geplante Erwerb der Aegon-Gesellschaften in Ungarn durch ein ausländisches Unternehmen untersagt werde, teilte die VIG mit. Der geplante Erwerb des Aegon-Osteuropageschäftes werde von Ungarn vorübergehend blockiert.

Die börsennotierte VIG sei im Rahmen des Genehmigungsverfahrens seit Jänner 2021 bis dato in konstruktiven Gesprächen mit dem zuständigen ungarischen Finanzminister, hieß es in der Mitteilung von Mittwochnacht. "Der Bescheid steht in Widerspruch zum bisherigen Verlauf der Gespräche." Die VIG gehe dennoch von einer zeitnahen positiven Klärung dieses Themas aus.

"Wir fühlen uns seit 25 Jahren in Ungarn zu Hause", betonte VIG-Generaldirektorin Elisabeth Stadler Mittwochnachmittag in einer Pressemitteilung. "Seit einem Vierteljahrhundert investieren wir erfolgreich in die ungarische Volkswirtschaft. Insofern hat uns die Mitteilung der ungarischen Behörden überrascht." Die VIG leiste mit der Übernahme und Absicherung von Risiken des täglichen Lebens und durch langfristige Investitionen einen wertvollen volkswirtschaftlichen Beitrag und trage so zur sozialen Absicherung und zur Sicherung von Arbeitsplätzen bei und sehe sich auch nicht als ausländischer Investor, sondern auf Basis ihrer lokalen Mehrmarkenstrategie sowie dem Prinzip des lokalen Unternehmertums und lokalem Management als Unterstützer und Mitentwickler des ungarischen Versicherungsmarktes. "Wir sind daher im beiderseitigen Sinne an einer weiteren langfristigen Partnerschaft mit Ungarn sehr interessiert."

Das Osteuropageschäft der Aegon besteht aus rund 15 Gesellschaften in Ungarn, Polen, Rumänien und der Türkei, wobei die ungarischen Gesellschaften (Versicherung, Pensionskasse, Asset Management und Servicegesellschaft) den Hauptanteil bilden. Die VIG würde in Ungarn mit dem Kauf Marktführer. Wenn für Ungarn keine Zustimmung komme, müsste man das gesamte Paket wohl überdenken, hieß es aus der VIG zur APA.

Die VIG hat Ende November vergangenen Jahres die Übernahme des Aegon-Osteuropageschäfts in Ungarn, Polen, Rumänien und der Türkei um 830 Mio. Euro bekanntgegeben. Das Closing wird weiter im zweiten Halbjahr 2021 erwartet. Aegon sei von den Österreichern über die Blockade informiert worden, berichtet Reuters. Der niederländische Konzern teilte danach mit, man werde weiterhin eng mit VIG zusammenarbeiten, um den Deal abzuschließen.

Die VIG-Aktien legten am Mittwoch in Wien bis zum Handelsende um 1,56 Prozent auf 22,80 Euro zu.

(Schluss) ade

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Bildquelle: Vienna Insurance Group/Robert Newald,Vienna Insurance Group / Robert Newald