Klimaschutz |
22.03.2023 17:53:00
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voestalpine-Aktie tiefer: voestalpine mit Milliardeninvestition in Dekarbonisierung
Auf diese Weise will die voestalpine als Österreichs größter CO2-Emittent ihren Kohlendioxid-Ausstoß ab 2027 bis zu 30 Prozent senken - das entspreche drei bis vier Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Es könnten dann 2,5 Millionen Tonnen "grüner Stahl" erzeugt werden. "Das Programm ist das größte Klimaschutzprojekt Österreichs - minus 30 Prozent CO2 bedeuten fünf Prozent der Gesamtemission in Österreich", verdeutlichte Konzernchef Herbert Eibensteiner die Dimension.
Nach der Ablöse der ersten beiden Hochöfen durch Elektroöfen bis 2027 werden den Plänen zufolge in Linz und Donawitz bis 2030 zwei weitere Hochöfen ersetzt, die ebenfalls auf Elektrotechnologie basieren sollen. Darauf seien die Hallen ausgelegt. "Das heißt, wir haben dann nur noch einen", sagte der CEO. Dieser letzte Hochofen soll dann bis 2050 abgelöst werden. Nach 2035 werde allerdings Wasserstoff-Technologie eine größere Rolle spielen.
Das unter der Bezeichnung "greentec steel" entwickelte Transformationsprogramm sieht den Angaben zufolge vor, dass die Anlagen- und Lieferantenentscheidung noch heuer getroffen wird, der Bau 2024 startet und die Inbetriebnahme der beiden Aggregate 2027 erfolgt.
"Natürlich gelten für uns die globalen Klimaziele, bis 2050 die Klimaneutralität anzustreben", betonte der Konzernchef. Das sei das Ziel, zu dem sich die voestalpine bekenne. Das EU-Zwischenziel auf diesem Weg sei eine Treibhausgasreduktion bis 2030 um 30 Prozent gegenüber 1990. "Die EU macht mit dem 'Green Deal' Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent", so der voestalpine-Vorstandschef. Die der Voest zugeteilten CO2-Freizertifikate würden ab 2026 sukzessive verringert und bis 2034 auslaufen.
Die neuen Lichtbogenöfen werden mit Strom betrieben, in den Hochofen dienen Kohle und Koks als Energieträger zur Stahlproduktion. Die Voestalpine ist mit fünf Hochöfen in Österreich aktiv, drei davon in Linz und zwei in Donauwitz. In den beiden Stahlwerken produziert die Voest laut Eibensteiner rund sechs bis sieben Millionen Tonnen "finished, als Verkauf".
Der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) freut sich über das Bekenntnis zum Industriestandort in dem Bundesland. "Oberösterreichs Wohlstand hängt maßgeblich von der Industrie ab", betonte er am Dienstag in einer Aussendung. Es sei "Aufgabe unserer Generation, dem Klimawandel entgegenzutreten und auch Arbeitsplätze und Wohlstand zu erhalten". Dieser große Schritt in Richtung Dekarbonisierung zeige, dass in Oberösterreich der Grundsatz "Klimaschutz durch Technologie und nicht Klimaschutz statt Technologie" gelebt werde.
In Wien notierte die voestalpine-Aktie letztlich 0,5 Prozent tiefer bei 31,90 Euro.
kre/tpo
APA

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