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Kartellamt prüft Pläne 03.06.2021 05:58:00

Vonovia hat schon sieben Prozent an Deutsche Wohnen sicher - Aktien uneinheitlich

Vonovia hält direkt 2,68 Prozent an der Deutschen Wohnen und hat über Aktienkaufverträge und Optionen Zugriff auf weitere 4,47 Prozent, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Damit erhöht Vonovia die Chancen, mit dem 18 Milliarden Euro schweren Angebot wie erhofft auf mehr als 50 Prozent der Anteile an der Deutschen Wohnen zu kommen. Die Aktienpakete haben zusammen einen Wert von mehr als 1,3 Milliarden Euro.

Reuters hatte vor einer Woche berichtet, Vonovia werde noch vor dem für Mitte Juni avisierten Beginn der Annahmefrist rund zehn Prozent der Deutsche-Wohnen-Aktien sicher haben. Vor fünf Jahren war die Übernahme im ersten Anlauf am Widerstand der Deutsche-Wohnen-Aktionäre gescheitert. Nach Angaben des Bundeskartellamts hat Vonovia den geplanten Zukauf dort bereits zur Prüfung angemeldet.

Kartellamt prüft Pläne zur Großfusion von Deutsche Wohnen und Vonovia

Der Immobilienkonzern Vonovia treibt seine Pläne zur Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen voran. Vonovia meldete die Pläne für den Erwerb des Berliner Konzerns beim Bundeskartellamt zur Prüfung an, wie das Amt auf seiner Internetseite mitteilte. Die Wettbewerbshüter hatten im Jahr 2015 bereits einen ersten Versuch Vonovias, den kleineren Konkurrenten zu schlucken, geprüft und ohne Auflagen freigegeben. Eine marktbeherrschende Stellung von Vonovia oder eine Beeinträchtigung des Wettbewerbs im Sinne des Kartellrechts sei durch die Übernahme nicht zu erwarten, hatten die Wettbewerbshüter damals entschieden. Der Übernahmeversuch scheiterte aber. Nun nimmt Vonovia einen neuen Anlauf, den Vorstand und Aufsichtsrat der Deutsche Wohnen unterstützen.

Vonovia bietet für die Nummer zwei auf dem deutschen Wohnungsmarkt mehr als 18 Milliarden Euro. Je Aktie will das Unternehmen 52 Euro zahlen. Einschließlich der Dividende für das Jahr 2020 winken den Anteilseignern des vor allem in Berlin vertretenen Unternehmens 53,03 Euro. Zusammen kommen die beiden einzigen Immobilienkonzerne im Leitindex DAX auf einen Börsenwert von rund 48 Milliarden Euro und auf mehr als 550.000 Wohnungen im Wert rund 80 Milliarden Euro.

Die Aktien der Deutsche Wohnen notierten im XETRA-Handel am Mittwoch letztlich 1,84 Prozent tiefer bei 51,24 Euro. Die Papiere von Vonovia hingegen kletterten um 1,3 Prozent auf 52,80 Euro nach oben.

Düsseldorf / München (Reuters)