Per Video 18.10.2021 17:52:00

VW-Aktie im Minus: Tesla-Chef Elon Musk als Überraschungs-Redner bei VW-Führungskräftetagung

VW-Aktie im Minus: Tesla-Chef Elon Musk als Überraschungs-Redner bei VW-Führungskräftetagung

Das erfuhr das Handelsblatt aus Teilnehmerkreisen. Musk schaltete sich demnach auf Einladung von VW-Chef Herbert Diess per Video aus der Tesla-Zentrale in Texas zu. Spätestens seit dem Bau der Gigafactory bei Berlin gilt Tesla als Volkswagens größter Rivale in Sachen E-Mobilität.

Der Tesla-Chef fand lobende Worte für den VW-Konzern: "Volkswagen ist eine Ikone", sagte er. "Ich bin selbst lange verschiedene VW-Modelle und einen Porsche 911 gefahren." Auf Diess' Frage, warum Tesla so viel schneller sei als die Autobauer, sagte Musk: "Es liegt am Führungsstil. Ich bin in erster Linie Ingenieur und neben dem Auto faszinieren mich Lieferketten, Logistik und Produktionsprozesse."

Sorge um einen Fortbestand von VW hat Musk nicht. Das Unternehmen werde den Wandel meistern, gab er sich im Gespräch mit Diess zuversichtlich. Er sehe das Unternehmen aus Wolfsburg als seinen größten Herausforderer. Doch obwohl Tesla deutlich schneller und produktiver ist als andere Automobilkonzerne, geht es Musk noch immer nicht schnell genug. "Wir müssen trotz aller Erfolge noch besser werden", sagte der Tesla-Chef.

Mit der Einladung dürfte VW-Chef Diess an seine eigenen Manager appellieren. "Der Abstand vergrößert sich. Sie werden schneller. Sie liefern. Sie werden besser im Bauen von Autos. Sie sind die einzige Marke, die trotz COVID wächst. Sie haben eine vollvernetzte Flotte rund um die Welt. Wir müssen diesen Wettbewerb annehmen."

Skoda unterbricht Produktion für zwei Wochen wegen Chipmangels

Der Autohersteller Skoda muss seine Produktion wegen des Mangels an Halbleitern unterbrechen. Wie die Volkswagen-Tochter mitteilte, hat sie fast die gesamte Fertigung in Tschechien für zwei Wochen ausgesetzt.

"Skoda Auto hat mit einer Knappheit bei kritischen Teilen zu kämpfen, die uns schon in den vergangenen Wochen gezwungen hat, die Produktionsvolumina signifikant zu reduzieren", sagte ein Sprecher zu Dow Jones Newswires. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die Halbleiter-Lieferungen in der zweiten Jahreshälfte 2022 nach und nach stabilisieren werden.

Derzeit ist nur noch eine Fertigungslinie im Werk in Kvasiny in Betrieb. Dort konzentriert sich Skoda darauf, etwa 10.000 Autos fertigzustellen.

Am Montag verbuchte die Vorzugsaktie von Volkswagen auf XETRA letztlich Verluste in Höhe von 3,18 Prozent auf 192,34 Euro.

DÜSSELDORF / PRAG (Dow Jones)

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